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Kevelaer
Die Polizei schult E-Bike-Fahrer

Kevelaer: Die Polizei schult E-Bike-Fahrer
Die Polizei bietet spezielle Trainingseinheiten für E-Bike- und Pedelec-Fahrer an. Die Erfahrungen bisher seien sehr positiv, heißt es. Auch in Kevelaer und Geldern gab es jetzt solche Kurse. FOTO: Evers
Kevelaer. Die motorisierten Zweiräder werden immer beliebter. Doch die Flitzer sind nicht ungefährlich. Im vergangenen Jahr gab es drei tödliche Unfälle. In besonderen Trainingskursen soll das Fahren gezielt geübt werden. Von Florian Maaßen

Pedelecs und E-Bikes sind in Mode gekommen. In 2016 wurden eine Million solcher Räder verkauft. Damit sind sie längst zu einem festen Bestandteil des Straßenverkehrs geworden.

Leider häufen sich die Unfälle mit den modernen Drahteseln. In 2016 gab es insgesamt 38 Verletzte. Alleine im Frühherbst sind drei Personen auf einem Pedelec bei Unfällen tödlich verunglückt.

Bei den Unglücken seien meist Senioren betroffen, so der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Kleve Michael Ermers. Als Senioren gelten in der Statistik Personen ab 65 Jahre.

Wegen der steigenden Zahl an E-Bike-Fahrern bietet die Kreispolizei Trainingseinheiten an. In denen sollen die Teilnehmer für gefährliche Situationen sensibilisiert werden. Nach Goch waren jetzt Kevelaer und Geldern bei dem Projekt an der Reihe. Auch in der Marienstadt hatte sich eine ganze Reihe von Interessenten angemeldet. Per E-Bike machten sie sich auf den Weg durch einen Parcours. Dabei müssen sie unter anderem über ein schiefes Holzbrett und einen Feuerwehrschlauch fahren. Das soll für das Fahren auf unterschiedlichem und schiefem Untergrund schulen.

"Schnell geradeaus zu fahren, ist einfach, langsam fahren, ist schwierig", so Polizeioberkommissar Marco Elbers, der mit Polizeihauptkommissarin Maria Lenz die Übungen leitet. Denn auch möglichst langsam Slalom zu fahren und durch spitze Kurven sich zu manövrieren, sind Bestandteil des Trainings. Am Ende gilt es dann noch, eine Vollbremsung durchzuführen. Gerade die Kontrolle über das Gefährt zu behalten, ist wichtig, da die im Durchschnitt 25 Kilogramm schweren Fahrräder schwierig aufzurichten sind. Dabei steht es den Teilnehmern frei, ob sie den Parcours ganz bestreiten wollen oder sich nur an einem Teil ausprobieren wollen.

Der Polizei ist wichtig, dass auch Ältere mobil bleiben. Dazu seien die E-Bikes ein wichtiger Faktor. Denn auch die Polizei sieht die Vorteile, die die motorisierten Räder mitbringen. Dazu zählt der umweltfreundliche Verbrauch eines Pedelecs im Vergleich zum Auto. Die Erfahrung zeige, dass Senioren kurze Strecken eher mit einem der modernen Fahrräder zurücklegen würden.

Gleichzeitig birgt das motorunterstützte Radeln natürlich auch Gefahren. So empfiehlt die Polizei, besonders auf dem Pedelec einen Helm zu tragen, allerdings ist das keine Pflicht. Generell gelten für E-Bikes und Pedelecs bis 25 Stundenkilometer die selben Vorschriften, wie für Fahrräder ohne Motorunterstützung. Die Trainingsangebote in Kevelaer seien gut angenommen worden.

Die Polizei zieht ein positives Fazit ihres Angebotes. Wegen der sehr positiven Resonanz sollen die Übungen nach den Sommerferien fortgesetzt und dauerhaft angeboten werden.

Außerdem bietet Marco Elbers dieses spezielle E-Bike-Training auch für Gruppen als Einzeltermin an. Bei Interesse kann man sich als Gruppe von 10 bis 15 Personen bei ihm unter der Rufnummer 02821 5041547 anmelden.

Quelle: RP
 
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