| 00.00 Uhr

Kevelaer
Die Taufe auf einem Hinterglasbild

Kevelaer: Die Taufe auf einem Hinterglasbild
Der Heiligen Geist schwebt über dem Taufbecken. FOTO: Museum
Kevelaer. Kunstwerk des Monats April im Niederrheinischen Museum Kevelaer ist ein Hinterglasbild (26,5 mal 34 Zentimeter) mit der Darstellung des Sakraments der Taufe. Es entstammt einer Folge der sieben Sakramente. Die Technik der Hinterglasmalerei hat eine lange Geschichte, die bis in die Spätantike zurückreicht. Ihr verstärktes Aufkommen im 18. und 19. Jahrhundert erfüllte je nach Herstellungsort beziehungsweise -region unterschiedliche Ansprüche. So wurden malerhandwerkliche Arbeiten vor allem in Augsburg hergestellt, während serielle hüttengewerbliche Stücke beispielsweise in Schlesien, Böhmen und im Bayerischen Wald produziert wurden. Auch im Schwarzwald und in Oberammergau schuf man spezielle Typen. Hinterglasmalerei wurde seitenverkehrt und nicht selten nach Vorlage von Kupferstichen mit Öl- oder Temperafarben ausgeführt. Die Durchzeichnungen dieser Vorlagen unter der Glasplatte nennt man Risse.

Die Hinterglasdarstellung hier zeigt den Akt der Taufe durch Priester und Paten. Über dem Taufbrunnen erscheint die Taube des Heiligen Geistes. Die Machart der Malerei lässt das Stück in die Zeit um 1830/1840 datieren. Vergleichbare Szenen finden sich auf Arbeiten des 19. Jahrhunderts aus Sandl, Buchers/Südböhmen und Slowenien.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kevelaer: Die Taufe auf einem Hinterglasbild


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.