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Kevelaer
Die vier Ideen für den Mechelner Platz

Pläne für den Mechelner Platz
Pläne für den Mechelner Platz FOTO: Grafik Stadt
Kevelaer. Bei einer Bürgerinformation stellte die Stadt die Planungen für das Gelände vor. Erreicht werden soll, dass das Areal attraktiver wird. Senioren und Kinder gleichermaßen sollen sich hier wohlfühlen. Von Yvonne Theunissen

Bei der Infoveranstaltung im Forum der öffentlichen Begegnungsstätte hatten die Bürger die Gelegenheit, sich ein Bild von den Plänen zu machen. In der kommenden Woche wird sich dann die Politik mit dem Thema befassen.

Ziel war es, Vorentwürfe vorzustellen und den Bürgern Möglichkeit zu Kritik und Feedback zu geben. Präsentiert wurden die Vorentwürfe von Helmut Hardt vom Kevelaerer Büro Stadtumbau. Rund 40 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, drunter auch Bürgermeister Dr. Dominik Pichler und Franz Heckens von der Stadt Kevelaer als Gastgeber. Hardt stellte zunächst die Ist-Situation inklusive der Einbindung des Platzes in das städtebauliche Gesamtkonzept und den Bebauungsplan von 1989 vor. Der Mechelner Platz setzt sich aus einem Biotop- und einem Spielbereich in direkter Nachbarschaft zum Niederrheinischen Museum zusammen. Hardt erklärte: "Das Museum hat Bereiche, die sich zum Platz öffnen. Aber unsere Auffassung ist: Der Platz antwortet nicht." Unübersichtliche Zugänge, kein repräsentativer Vorhof für das Museum, schwierige Verkehrssituation, ungeordnete Bepflanzung und der eingezäunte Teich sind nur einige Problembereiche. Nach Gesprächen mit Anwohnern und Vertretern des Museums wurden aus sechs Planungsskizzen vier Vorentwürfe gefertigt.

Variante 1: Trichter

Hier wird die Struktur des Museums berücksichtigt und seine Fluchten verlängert, so dass ein Vorplatz mit Wasserspiel und Skulpturen entsteht. Weitere Nutzungsbereiche wie Spielplatz, rollstuhlgeeigneter Bereich und Skulpturengarten werden unterschieden.

Variante 2: Trapez

Auch hier werden die einzelnen Bereiche unterschieden, die Begrünung erfolgt umschließend. Das Wasserspiel bleibt in der Flucht des Museums.

Variante 3: Diagonale

Eine Diagonale teilt den Platz in ein großes Dreieck mit Spielgeräten und ein großes Dreieck mit rollstuhlgeeigneten Geräten. Hinzu kommen Pflanzbeete, ein Wasserthema Richtung Museum und Skulpturen.

Variante 4: Organisch

Drei Arme, die geschwungen auf den mittigen Platz zugehen, prägen das Bild. Die Mitte bildet ein Wasserspiel.

Alle vier Entwürfe weisen die genannten Bereiche auf, unterscheiden sich aber in der Gestaltungsform. Alle Planungsansätze zielen auf eine höhere Qualität des Platzes, eine klare baulich-räumliche Struktur und eine unterschiedliche Gewichtung der verschiedenen Bereiche. Ein Schwerpunkt ist der Verzicht auf PKW auf dem Platz (Ausnahmen für das Museum).

In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Punkte angesprochen. Zum Beispiel wurden die Gefahren durch Wasser für Kinder thematisiert. In Betracht gezogen wird ein gefahrloses und pflegeleichtes Feld mit flachen Wasserfontänen. Gesprochen wurde auch über Perspektiven einer Museumsgastronomie, über Möglichkeiten für Jugendliche, den Erhalt bestehender Spielgeräte etc. Emotional wurde es dann in Bezug auf eine in Zukunft eventuell mögliche Bebauung des Randbereiches des Platzes, möglicherweise als Museumserweiterung. Hier machte Heckens deutlich: "Diese Flächen werden nicht in die Platzgestaltung eingebunden und gehören nicht zentral zu den Entwürfen." Hardt ergänzte: "Für meine Begriffe ist Stadtentwicklung etwas, das als Gesamtkonzept funktioniert."

Wenn es zukünftig, auch wenn dies jetzt nicht geplant sei, zu einer Bebauung komme, sei es wichtig, dass diese Bebauung sich aus dem Konzept entwickle und maßstäblich sei. Alle Ergebnisse werden am Donnerstag, 15. September, ab 18.30 Uhr dem Fachausschuss vorgestellt, der das weitere Vorgehen bestimmt. Bürger können bis dahin die Pläne auf der Stadtwebseite einsehen und Feedback geben. Dies ist auch noch zu Beginn der Sitzung möglich. Was dort entschieden wird, ist noch unklar, wie Bürgermeister Pichler verdeutlichte: "Letztendlich ist das ein demokratischer Mehrheitsbeschluss."

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