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Weeze
Drei neue Ausstellungen im RAF-Museum

Weeze. Zu sehen: Geschichte einer Fliegerstaffel, Impressionen aus der ganzen Welt und "Bilder vom Krieg".

Das Museum der Royal Air Force (RAF) präsentiert seit etlichen Jahren immer wieder neue und interessante Ausstellungen, doch dieses Mal geht das Team so richtig in die Vollen. Aktuell finden nämlich gleich drei Präsentationen statt, die verschiedene Aspekte der RAF beleuchten. Bei der Eröffnung am Samstag waren sogar Mitglieder der Veteranenorganisation des 31. Squad vor Ort.

Eine Ausstellung behandelt nämlich "100 Jahre No. 31 Squadron", deren Einsätze und Erlebnisse. Die Fliegerstaffel hatte zahlreiche Aufgaben im fernen Osten und wurde schließlich im März 1955 zur RAF Laarbruch verlegt. Bis 1971 blieb sie dort, danach wechselte sie zum RAF-Standort in Brüggen. Zahlreiche Journale, Karten, ein ganzes Flugzeug und verschiedene Teile von Fliegern: In drei Räumen wird die faszinierende Geschichte der 31. Staffel beleuchtet. Ein japanisches Schwert, mehrere Messer und andere Kriegs-Erinnerungen schmücken die Schaukästen, auf diesen wiederum befinden sich QR-Codes, die neugierigen Besuchern eine Fülle von geschichtlichen Fakten und Erlebnissen nahebringen. Aber natürlich gibt es diese Informationen auch vor Ort als laminierte Textseiten, damit man sich richtig in die Geschichte der Einheit einlesen kann.

Die in Deutschland stationierten Briten besuchten ihrerseits auch andere Orte in der Bundesrepublik und darüber hinaus. "Join the Royal Air Force - see the world" heißt die zweite Sonderausstellung. Diese wurde im Zusammenhang mit der diesjährigen Veranstaltungsreihe "unterwegs" des Kulturraums Niederrhein erstellt. Mit Souvenirs wird illustriert, welche Orte die RAF-Soldaten besucht haben. Über der gesamten Präsentation befindet sich eine große Karte, welche verschiedenen Orte zeigt, die von Laarbruch aus besucht wurden.

Die dritte Ausstellung findet im fertig renovierten alten Kino statt, das gegenüber vom Hauptgebäude steht. In mühevoller und monatelanger Kleinarbeit wurde dieses zu einem faszinierenden Präsentationsraum umgebaut. In dessen mit etlichen liebevoll renovierten Sitzreihen des alten Lichtspielhauses bestücktem unteren Teil findet die Präsentation des Düsseldorfer Fotografen Jan Lemitz statt. Mit dem Schwerpunkt "Bilder vom Krieg" hat er gut 20 verschiedene Foto-Motive ausgewählt, die nun auf die Rückwand des ehemaligen Kinos projiziert werden. Dazu gibt es Klänge des Düsseldorfer Komponisten Peter Gahn. Verzerrte Geräusche von schabendem Metall, klopfendem Pochen und andere Töne begleiten das Ganze. "Wir wollten emotional frei bleiben und haben keine Kriegsopfer oder ähnliches gezeigt", erklärte Lemitz. "Wir wollten den Menschen eine Anregung geben, einmal selbst nachzudenken und frei zu assoziieren." Diese Präsentation findet noch bis zum 28. Mai statt.

Mehr Informationen zum RAF-Museum gibt es unter www.kle.nw.schule.de/laarbruch-museum/

(cnk)
 
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