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Kevelaer
Dreiste Betrugsmasche mit dem Haftbefehl

Kevelaer. Offenbar gibt es derzeit eine neue und besonders dreiste Betrugsmasche. Dabei wird dem Opfer am Telefon erzählt, er werde mit einem internationalen Haftbefehl gesucht und müsse zahlen, damit der Haftbefehl abgewendet werden kann. Ein solcher Fall wurde jetzt wie berichtet in Kevelaer bekannt. Eine Frau hatte hier bei einem 78-Jährigen angerufen und sich als Polizeibeamtin der Wache Kevelaer ausgegeben. Besonders dreist: Im Display des Telefons erschien tatsächlich die Nummer 02832 9200 der Polizei Kevelaer. Durch geschicktes Nachfragen fand die Anruferin heraus, dass sich der Kevelaerer vor einiger Zeit einen Teppich aus der Türkei liefern ließ. Daraufhin erzählte sie, dass der Teppich nicht bezahlt sei und es daher einen internationalen Haftbefehl gebe. Der Mann solle sich aber keine Sorgen machen, gegen Zahlung einer bestimmten Summe werde das Verfahren abgewendet. Der Mann solle dafür eine Stunde später einen angeblichen Beamten des Bundeskriminalamtes anrufen. Der werde ihm genau die Zahlungsmodalitäten mitteilen.

Glücklicherweise wurde der 78-Jährige misstrauisch und rief die Nummer nicht an. Statt dessen wurde die echte Polizei auf diesen Fall aufmerksam, die jetzt die Hintermänner sucht. Polizeisprecher Michael Ermers weist darauf hin, dass man niemals auf solche Forderungen eingehen solle. Bei verdächtigen Anrufen solle jeder umgehend die Polizei informieren. "Außerdem wird bei Anrufen von der Polizei niemals die Nummer angezeigt", sagt er. Taucht also eine Nummer im Display auf, ist das ein deutlicher Hinweis auf einen Betrugsversuch.

(zel)
 
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