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Kevelaer
Ehrenamtliche tauschen sich in Kevelaer aus

Kevelaer. Beim Forum Gemeindecaritas im Klostergarten Kevelaer wurde über den demografischen Wandel diskutiert.

Neue Brücken zu bauen zwischen den Generationen, war nicht nur das Thema der Gesprächsrunden beim diesjährigen Forum Gemeindecaritas. Vielmehr wurde die Begegnung von Jung und Alt bei der Veranstaltung im Klostergarten Kevelaer ganz konkret erlebbar.

Seit vielen Jahren ist das Forum Gemeindecaritas der Treffpunkt für alle Ehrenamtlichen, die sich für die Anliegen der Caritas in den Pfarrgemeinden engagieren. Erstmals waren jedoch auch viele Jugendliche gekommen, um mitzudiskutieren, wie sich das Zusammenleben der Generationen neu gestalten lässt - eine Erfahrung, die sowohl die älteren als auch die jüngeren der rund 150 Teilnehmer des Forums zwischen 13 und 90 Jahren begeisterte und berührte.

"Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen auch die Ecken." Mit diesen Worten öffnete Professor Harald Schoelen in seinem Impulsreferat zu den Auswirkungen des demografischen Wandels den Blickwinkel für die Vorzüge sowohl der älteren als auch der jüngeren Generation. Die Gesellschaft stehe vor großen Herausforderungen. "Wir werden weniger, wir werden älter, wir werden bunter", zeichnete Schoelen ein Zukunftsbild. Vor allem die jüngere Generation werde länger arbeiten müssen, mehr bezahlen und im Alter weniger bekommen.

"Umso wichtiger ist es, dass wir die Herausforderungen der Zukunft mit allen Generationen gemeinsam anpacken", sagte Ernst Heien vom Fachdienst Gemeindecaritas, der die Veranstaltung organisiert hatte. In moderierten Kleingruppen kamen dann die Teilnehmer konkret miteinander ins Gespräch. Dabei zeigte sich: Viele wünschen sich mehr Kontakt zur jeweils anderen Generation, oft fehlen aber die Gelegenheiten dazu oder einfach die Zeit.

"Wir sollten mehr Begegnung ermöglichen in Vereinen, in der Nachbarschaft oder durch Praktika", berichtete Ursula Schmitz beim abschließenden Gottesdienst in der Klosterkirche aus ihrer Gesprächsgruppe. Als Vertreter einer anderen Gruppe wandte Holger Weikamp ein, dass es immer auch einen natürlichen Bruch zwischen den Generationen geben müsse, damit die jüngere Generation sich verselbstständigen und auch Neues wagen könne.

Eine wichtige Erkenntnis aus den Arbeitsgruppen war aber auch, dass man sich möglichst unbefangen auf die Lebenswelt der jeweils anderen Generation einlassen muss, um deren Perspektive zu verstehen. Und viele Teilnehmer zeigten sich dankbar für die Chance, bei Forum Gemeindecaritas überhaupt miteinander ins Gespräch gekommen zu sein.

Pastoralereferent Friedhelm Appel, der den Abschlussgottesdienst leitete, ermutigte dann auch die Teilnehmer, nach den positiven Erfahrungen des Tages weitere Anknüpfungspunkte zu suchen: "Es gibt viele Begegnungsmöglichkeiten, nutzen wir sie", sagte der Pastoralreferent.

Quelle: RP
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