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Interview mit Max Freiherr von Elverfeldt
Eigentümer froh über Neustart für "Jan an de Fähr"

Interview mit Max Freiherr von Elverfeldt: Eigentümer froh über Neustart für "Jan an de Fähr"
Freiherr Max von Elverfeldt, Eigentümer des Hauses. FOTO: Archiv
Weeze. Ursprünglich nutzte die Post den Niers-Übergang, heute finden ihn Ausflügler aus der Region toll. Neuer Pächter eröffnet Ostern.

Karsamstag wird die Gaststätte Jan an de Fähr wiedereröffnet (RP berichtete). Die Familie von Elverfeldt aus Weeze ist Eigentümer. Max Freiherr von Elverfeldt übergab gestern den Schlüssel an den neuen Pächter Daniel van Bonn.

Herr von Elverfeldt, war es schwierig, eine neue Leitung für die Traditionsgaststätte an der Niers zu finden?

Max von Elverfeldt Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass unsere Ausschreibung viel Erfolg hatte. Mit fünf Interessenten haben wir am Tisch gesessen und uns ihre Konzepte vorstellen lassen - das von Herrn van Bonn hat uns überzeugt.

Was macht "Jan an de Fähr" nach Ihrer Meinung so besonders?

Von Elverfeldt Ohne Frage ist es die Lage an der handbetriebenen Fähre, mit der Fußgänger über die Niers gelangen können. Die stand schon vor Jahrzehnten bei Ausflüglern hoch im Kurs, und das hat sich bis heute nicht geändert.

Wissen Sie, wie lange es diese Niersquerung schon gibt?

Von Elverfeldt Ich selbst weiß nur, dass drei Generationen der Familie Janssen die Gaststätte betrieben haben, und dass die Wirtschaft aus dem alten Fährhaus entstanden ist. Es gibt aber wohl Quellen, die schon im späten 18. Jahrhundert eine Bootsfähre erwähnen.

Und weshalb ist sie damals wohl angelegt worden - so mitten im Grünen? Doch wohl nicht für Touristen?

von Elverfeldt Die Post soll sie genutzt haben, um Wege abzukürzen. Und dann nehme ich an, dass es auch mit der Boxteler Bahn zu tun hatte. Gegenüber - am Rande des Kalbecker Waldes - war ja ein Bahnhof der Zugverbindung, die seit 1878 vom niederländischen Boxtel nach Wesel führte. Ich könnte mir vorstellen, dass die Fähre für die Reisenden auch praktisch war. Aus dem Fährhäuschen entstand dann eine zunächst kleine Gaststätte, die die Betreiber später um Wintergarten und Terrasse, erweitert haben.

Ein halbes Jahr stand ,Jan an de Fähr' nun leer . . .

Von Elverfeldt Genau, und wir gehen davon aus, dass nach zwei Pächtern, die nur kurz blieben, jetzt eine gute Phase anbricht. Daniel van Bonn bietet Kanutouren an, betreibt bereits ein Café und vermietet am Freibad Walbeck Tipis; bestimmt hat er auch für Weeze gute Ideen.

Wer wird kochen?

von Elverfeldt Es ist ein junger Koch gefunden worden, der mit seiner Frau in die Wohnung über der von uns und dem Betreiber aufwendig renovierten Gaststätte einziehen wird. So hat auch immer jemand ein Auge auf das Haus - darüber sind wir froh.

ANJA SETTNIK FÜHRTE DAS INTERVIEW.

Quelle: RP
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