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Kevelaer
Eine visuelle Entdeckungsreise

Kevelaer. Heute wird in der Wortwerk-Galerie an der Busmannstraße in Kevelaer eine Ausstellung mit Werken von Yoshi Yamauchi und Wilfried Grootens eröffnet.

Eine visuelle Entdeckungsreise in ein Universum aus Farben und Formen erwartet Besucherinnen und Besucher von Mitte März bis Ende Mai in der Wortwerk-Galerie an der Busmannstraße. Glas ist das Medium, das Yoshi Yamauchi und Wilfried Grootens jeweils mit ihrer ganz eigenen Handschrift in Gestalt dreidimensionaler Skulpturen und Wandbilder transformieren und dabei eine Fülle neuer Sicht- und Erscheinungsweisen hervorbringen.

Beide sind Meister ihres Fachs, das sie - wiederum auf individuell unterschiedlichen Wegen - vor vielen Jahren schon in die Werkstätten Hein Derix nach Kevelaer geführt hat, wo die Kunst der Glasmalerei gewissermaßen zur DNA der regionalen Kulturgeschichte gehört.

Yoshi Yamauchi studierte zunächst Öl- und Fresko-Malerei in Japan. Die Beteiligung an internationalen Architektur-Projekten wie Mosaiken für das Olympia-Stadion und das Nissei-Theater in Tokyo oder für die Verkündigungskirche in Nazareth gehörte zu ihren Aufgabenfeldern. 1974 kam sie nach Kevelaer, um an der Gestaltung eines Fensters für die Basilika mitzuarbeiten und fand hier ihre zweite Heimat.

Für Wilfried Grootens, in Uedem geboren, begann der künstlerische Werdegang mit einer Ausbildung zum Glas- und Porzellanmaler in den Werkstätten der niederrheinischen Nachbarstadt. Von hier aus ging es hinaus in die Welt, auch die der Musik, doch das Medium Glas wurde für ihn schließlich zum wesentlichen Element des kreativen Schaffens. Der Meisterprüfung in Hadamar folgte der Aufbau eines eigenen Ateliers in Kleve. Mit seiner Glasmalerei, so beschreibt es der Künstler selbst, füllt er "transparente geometrische Räume, deren visuelle Erkundungen überraschende Formvariationen" hervorbringen. So fügt er jeweils einzeln mit linearen Pinselstrichen bemalte Schichten aus Floatgläsern zu leuchtenden Kuben zusammen, die den Betrachter mit ihrer wandlungsfähigen Erscheinung aus wechselnden Perspektiven in den Bann und den Blick von der Oberfläche in die Tiefe des gestalteten Raumes ziehen.

Auch in den Arbeiten von Yoshi Yamauchi erzeugt die Transparenz des Materials im Zusammenspiel mit Farben und anderen Stoffen eine sphärisch anmutende visuelle Poesie - eine spirituell aufgeladene Ästhetik, die eine Ahnung von Transzendenz zu vermitteln vermag. So unterschiedlich die Arbeitsweise beider Künstler erscheinen mag, so verwandt wirken sie in der universellen Aura ihrer Werke. Beide gestalten Bilderwelten von magischer Anziehungskraft. In Galerien und Sammlungen sind sie weltweit vertreten.

Die Ausstellung an der Busmannstraße 28 in Kevelaer wird am Freitag, 16. März, um 19 Uhr eröffnet.

Quelle: RP
 
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