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Kevelaer
Einhundert Künstler in zwei Tagen

Kevelaer: Einhundert Künstler in zwei Tagen
Die zweite Landpartie am Niederrhein kann kommen. FOTO: Landpartie
Kevelaer. Die Landpartie am Niederrhein ist gewachsen. Doppelt so viele Kunstschaffende wie beim Auftakt im vergangenen Jahr nehmen diesmal teil. Hoffnung auf Synergie-Effekte mit dem gleichzeitig stattfindenden Mysterienspiel in Kevelaer. Von Bianca Mokwa

Der Anspruch wäre groß. 100 Künstler und Kunstschaffende in zwei Tagen zu erleben, das ist schon eine Hausnummer. Die Organisatorinnen Raphaele Feldbrügge und Anne van Rennings machen aber schnell klar, dass dies nicht Sinn und Zweck der zweiten Landpartie sei. In dem Namen der Veranstaltung schwingt etwas Gemütliches mit, der Wunsch, von einem Ort zum anderen mit dem Fahrrad durch beschauliche Landschaften zu radeln und Neues zu entdecken. An 16 Standorten wird "Kunst in den verschiedenen Spielarten gezeigt", sagt Anne van Rennings. Das bedeutet, es gibt neben Bildern, Fotografien und Skulpturen auch jede Menge Musik. Die reicht von Keltisch bis zum Blechbläserquintett, von Jazz bis zum Mitmachkonzert für Kinder.

Der Auftakt ist bereits am Freitagabend, 9. Juni, mit einem Konzert der Charlestown Jazzband am Achterhoeker Schulweg. Nicht nur gucken, auch mitmachen, das können die Besucher an diversen Standorten. Den Organisatorinnen geht es vor allem um eines. "Einen Austausch mit vielen einzelnen Menschen", neben der Tatsache, dass es ein Wochenende lang Kunst satt gibt.

Das mit dem Austausch habe im vergangenen Jahr schon hervorragend geklappt. In diesem Jahr wird noch eins drauf gesetzt. Fürs Fahrrad werden bunte Bänder gegen eine Spende angeboten. "Wenn man unterwegs jemanden trifft, erkennt man diejenigen, die auch die Landpartie besuchen, und kann fragen, wo er herkommt, was er empfehlen kann", sagt van Rennings. Das soll die Begegnung der Menschen noch mehr fördern.

Mehr zufällig fällt der Termin der zweiten Landpartie auf das gleiche Wochenende, an dem auch die Weltpremiere des Mysterienspiels "Mensch! Maria!" gezeigt wird. Allerdings stand der Termin der Landpartie schon vorjahresbedingt fest. Die Landpartie soll immer am zweiten Juni-Wochenende stattfinden. Für die beiden Organisatorinnen ist das aber kein Problem. Ganz im Gegenteil. Man setzt auf Synergieeffekte.

Die Landpartie am Niederrhein ist vom 9. bis 11. Juni ein weiteres kulturelles Angebot, oder eben das Mysterienspiel, wie man will. Eines ist sicher, mit den Parkplätzen könnte es innerhalb Kevelaers knapp werden, überlegen die Organisatorinnen laut. Wie im vergangenen Jahr auch, werben sie dafür, die Landpartie ohnehin mit dem Fahrrad zu absolvieren. Um den richtigen Weg zu finden und eine Ahnung davon zu haben, wie weit die einzelnen Kunststandorte auseinanderliegen, gibt es eine Karte. Faltblätter gibt es bei den Künstlern und beim Kevelaerer Stadtmarketing.

Und eines noch. Die Landpartie soll Langzeitwirkung haben, auch für die Besucher. "Es ist unglaublich wertvoll, kreativ zu sein", sagt van Rennings. "Das soll auch eine Einladung an die Besucher sein, das zu tun."

Quelle: RP
 
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