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Kevelaer
Erster Spatenstich für das neue Becken

Kevelaer: Erster Spatenstich für das neue Becken
Das Hallenbad soll ein zweites Becken bekommen, unten ist der neue Trakt als Zeichnung zu sehen. FOTO: Evers
Kevelaer. Beim Großprojekt am Hallenbad soll es jetzt losgehen. In der nächsten Woche gibt es erst den symbolischen Baustart, bevor dann die Bagger anrücken. Bis Dezember 2018 entsteht ein neuer Trakt. Die Sauna wird geschlossen. Von Sebastian Latzel

Es ist ein Projekt, über das schon jahrelang in Kevelaer diskutiert worden ist. Jetzt fällt der Startschuss zur Umsetzung: Am Dienstag, 10. Oktober, gibt es den ersten Spatenstich für das neue Mehrzweckbecken am Hallenbad. Eröffnung soll dann Ende des kommenden Jahres sein.

Der Bau muss ohnehin spätestens 31. Dezember 2018 fertiggestellt sein, weil es für das Projekt einen Zuschuss des Bundes gibt, der an diese Frist gebunden ist. 1,12 Millionen Euro gibt es vom Bauministerium. Daher kommt Ministerin Barbara Hendricks auch zum Spatenstich nach Kevelaer. Die SPD-Politikerin hatte seinerzeit schon die Zusage zur Förderung persönlich überbracht.

Mit dem Becken erfülle sich Dank des Engagements und der finanziellen Beteiligung des Bädervereins der Wunsch, das Angebot an Wasserflächen in Kevelaer zu vergrößern, so Bürgermeister Dominik Pichler in der Einladung zum Spatenstich. Der Bäderverein wird rund 150.000 Euro zu dem Projekt beisteuern. Zudem gibt es aus Umsatzsteuererstattungen 370.000 Euro. Damit verbleiben als Eigenanteil des 3,25-Millionen-Euro-Projektes rund 1,6 Millionen bei der Stadt Kevelaer, erläutert Kämmerer Ralf Püplichuisen.

Im Kern geht es darum, dass das vorhandene Becken im Hallenbad um ein zweites ergänzt wird. Das wird einen Hubboden bekommen und ist somit für verschiedene Wasserangebote nutzbar.

Das Becken hat eine Tiefe von 1,50 Meter, der Boden kann stufenlos und flexibel bis ganz nach oben gefahren werden. Damit kann die Wassertiefe dem jeweiligen Angebot angepasst werden. Beide Becken in dem Hallenbad können später separat genutzt werden und sind auch räumlich getrennt. Dadurch ist es unter anderem möglich, die Raumtemperaturen in beiden Bereichen zu variieren.

Das neue Becken soll genutzt werden, um zusätzliche Sportangebote und Schwimmkurse einzurichten. Der Bereich soll verstärkt als Lehrschwimmbecken genutzt werden. Daher hatte die Stadt im Sommer bei Eltern mit Kleinkindern schon einmal kräftig Werbung dafür gemacht, am Planschbecken im Freibad wurden Flyer verteilt.

Zum Hülspark hin soll der neue Trakt angebaut werden, der auch eine Glasfassade bekommt. Im Untergeschoss werden unter anderem zusätzliche Räume benötigt, weil es besondere Bestimmungen für die Lagerung von Chemikalien gibt. Während der Arbeiten wird das Hallenbad ab Mai / Juni für einige Monate geschlossen, weil innen die Technik in vielen Bereichen erheblich umgebaut werden muss. Schule und Vereine sollen dann - so weit es das Wetter zulässt - das Freibad nutzen.

Im Zuge des Neubaus wird die Sauna in dem Gebäude geschlossen. Das hat zu erheblichen Protesten geführt. Die Stadt wies darauf hin, dass es aus Kostengründen keine andere Möglichkeit gebe. Zum Ende des Jahres ist dem Saunabetreiber gekündigt. In letzter Zeit habe man vom Saunaverein auch nichts mehr gehört, so Kämmerer Ralf Püplichuisen.

Quelle: RP
 
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