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Kevelaer
Fantastisches Klangerlebnis in der Basilika

Kevelaer. Für die Genießer klassischer Musik gab es am Freitagabend ein absolutes Glanzlicht. Denn in der Marienbasilika gastierte das "Junge Tonkünstler Orchester". Von der Violine bis zum Fagott und von der Flöte bis zum Kontrabass gab es viele Instrumente, die in ihrem Zusammenspiel einen absolut fantastischen Klangteppich geflochten haben. Als Dirigent war Manfred Jung vor Ort, der aus einem ganz bestimmten Grund nach Kevelaer gekommen war: Basilika-Organist Elmar Lehnen. "Denn ich bin hier, weil er so gut ist", erklärte der ausgezeichnete Dirigent. Von Christoph Kellerbach

Doch den Anfang des Abends gestaltete das 45-köpfige Orchester erst einmal alleine. Samuel Barbers "Adagio for Strings" flutete richtiggehend den umfassenden Klangraum der Marienbasilika mit der exzellent-einnehmenden Akustik. Es lud ein zum Schwelgen, zum Nachdenken und natürlich zum Genießen.

Danach stieß dann auch der ausgezeichnete Organist, Chor- und Orchesterleiter Elmar Lehnen zu dem erstklassigen Musik-Genuss und spielte mit bei dem "Konzert für Orgel und Orchester Nr. 2 in g" von Josef Gabriel Rheinberger. Durch die am Altar positionierten Künstler der "Jungen Musiker Stiftung" und Lehnen am anderen Ende der Kirche an seiner Orgel entstand ein noch satteres Ton-Erlebnis. Aus beiden Richtungen vermischten sich die Klänge miteinander und ergänzten sich. Dies sorgte für zahlreiche Gänsehaut-Momente, so intensiv und berührend war das Ganze.

Dies änderte sich auch nicht bei Ludwig van Beethovens berühmter "Symphonie Nr. 6 in F-Dur". Sogar noch mehr als bei den anderen beiden Stücken schufen die Musiker in der "Pastorale" im Zusammenspiel mit der den Klang wunderbar leitenden Marienbasilika ein ohrverwöhnendes Erlebnis der Sonderklasse.

Einer älteren Frau liefen dabei vor lauter Rührung sogar Tränen über das Gesicht. "Es ist einfach so schön", meinte sie ganz angetan in einer kurzen Pause. Derart begeistert waren aber auch die anderen Gäste. Alle lobten, "wie unglaublich das Konzert war" und "wie fantastisch es sich angehört hat".

Zusätzliche Informationen zu dem "Junge Tonkünstler Orchester" gibt es im Internet auf der Seite www.junge-musiker-stiftung.de.

Quelle: RP
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