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Kevelaer
Flagge zeigen für Winnekendonk

Kevelaer: Flagge zeigen für Winnekendonk
Der Trödel am Sportplatz Blumenstraße gehörte ebenso zu den Feierlichkeiten wie ein Grillfest an der Minigolf-Anlage. FOTO: Seybert
Kevelaer. Der Heimatverein Ons Derp schaut auf 25 Jahre beständiges Arbeiten zurück. In seiner Rede zum Jubiläum betonte der Vorsitzende Gerd Ophey, wie wichtig das Bekenntnis zur Heimat ist. Einblick in die Feierlichkeiten. Von Bianca Mokwa

Als Gerd Ophey ans Mikrofon tritt, lehnen sich die Herren am runden Tisch entspannt zurück. Der Vorsitzende des Heimatvereins Ons Derp am Mikrofon lässt die 25-jährige Vereinsgeschichte Revue passieren. Das tangiert die Herren in der munteren Runde wenig. Sie sind aus Düsseldorf und mehr zufällig in das Fest der Winnekendonker hineingeraten.

Dennoch sind sie fasziniert. "Ich bin von dem Ort angetan", sagt Bernd Henning. Und von den Menschen. "Ich bin überrascht, wie freundlich man hier empfangen wird und wenn ich dann noch höre, was es alles für Aktivitäten gibt." Ophey hatte in seiner ausführlichen Rede zum Jubiläum von Ons Derp aus dem Vollen geschöpft. Errichtung der Hinweistafeln an den Ortsdurchfahrten, Pflege der Blumenampeln, finanzielle Unterstützung für die Achterhoeker Vereinsgemeinschaft, waren nur einige Dinge der Aufzählung, die nicht abschließend war.

Und dann ist da natürlich noch das Herzstück, die Minigolf-Anlage, die auch Feierstätte beim Jubiläum am Wochenende war und wo die Düsseldorfer Gäste hängengeblieben sind. Die sind einmal mehr erstaunt, als sie hören, dass die Benutzung der Minigolf-Anlage nichts kostet. "Das hört man selten. Mamma Mia! Alle Achtung", kommentiert es einer der Düsseldorfer. Auf dem Tisch der Männer liegt eine Beitrittserklärung für den Winnekendonker Heimatverein. "Da muss ich meine Gruppenkollegen noch überzeugen", sagt Bernd Henning schmunzelnd. Aber die waren immerhin so begeistert, dass sie laut überlegten, das mitgebrachte Fässchen Füchschen Alt mit den Winnekendonkern zu teilen.

Wer mehr über die Historie von Ons Derp erfahren wollte, der konnte sich in Ruhe eine Foto-Show ansehen. Mit etwa 250 Fotos hatte Ulrich Völlings die Entstehungsgeschichte zusammengetragen. Auf dem Schwarz-Weiß-Foto taucht Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg auf. Der wurde am Jubiläumsabend mit einer Urkunde zum Ehrenmitglied erhoben, Norbert Heistrüvers zum Ehrenvorsitzenden. Der taucht natürlich auch in der Foto-Show auf, im Kirmeszelt, als damaliger Festkettenträger für den Verein. Und natürlich sind Peter und Irene Siebers, und ihre Vorgänger Harald Bäre und Herbert Eichhof zu erwähnen, alles Männer, die sich um den Minigolfplatz verdient gemacht haben, "Da, der erste Flyer zum Adventsmarkt", sagt Völlings als das nächste Foto erscheint. "Heinz?" Heinz Aben ist Marktmeister. "Also, ich muss schon sagen, man muss ein klein wenig bekloppt sein", sagt er über sein ehrenamtliches Engagement und spricht für alle, die sich in Vereinen engagieren und nie die Stunden zählen. "Es ist wichtig und richtig, dass sich Winnekendonker engagieren und Flagge zeigen", drückt es der Vorsitzende Ophey in seiner Rede aus. Außer die 23-jährige Kassenwartin Kristina Lamers seien das aber "fast alles graue Köppe", erklärt Aben für Ons Derp. Mit einem XL-Grillen zum Jubiläum sollen auch Neubürger zusammenkommen und sich in der Gemeinschaft willkommen fühlen. Vielleicht kommen sie auf den Geschmack, Heimat zu gestalten. Seit 25 Jahren steht dafür der Jubiläumsverein Ons Derp.

"Wir hatten immer hervorragende Leute, die sich verantwortlich fühlten", sagt Ehrenmitglied und Ortsvorsteher Kronenberg im Rückblick. "Jetzt haben wir wirklich einen Höhepunkt erreicht, da kann man schon stolz drauf sein."

Quelle: RP
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