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Kevelaer
Flüchtlinge: Die Situation in Zahlen

Kevelaer. Ein Report der Stadt Kevelaer listet Daten und Fakten zu Asylsuchenden auf. Von Christoph Kellerbach

Seit 2009 hat sich in Deutschland einiges getan. Ein Flüchtlings-Report der Stadt informiert nun über die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren und offenbart weitere Details über die Situation in der Marienstadt. Den Bericht, aus dem die Informationen stammen, hatte Heinz-Josef Theunissen, Koordinator der Flüchtlingsarbeit, zum Treffen der Projektgruppe "Runder Tisch Flüchtlinge" (RTF) mitgebracht. Der RTF präsentierte ihn erstmals öffentlich.

Die Erläuterungen zur "Flüchtlingssituation in Kevelaer" beginnen damit, dass "die Zuweisung von asylbegehrenden Flüchtlingen mit einer derzeitigen Vorlaufzeit von fünf Werktagen durch die Bezirksregierung Arnsberg erfolgt. Zum Stand 11. Januar 2016 waren in Kevelaer 465 Flüchtlinge registriert. Bei den zugewiesenen Flüchtlingen handelte es sich überwiegend um Einzelpersonen und seit Sommer 2015 auch um Familien. Derzeit sprechen wir von 284 Einzelpersonen und 46 Familien (181 Personen), wobei die Zahlen einer ständigen Veränderung unterliegen (durch An- und Abmeldungen)".

Weiter werden die Zuweisungen durch die Bezirksregierung Arnsberg seit 2009 verglichen: 2009 waren es 15 Personen, 2010 nur elf, 2011 ging die Zahl auf 20 und ein Jahr später auf 21 Menschen hoch. In 2013 waren es 40 und in 2014 bereits 94 Asylsuchende, während 2015 diese Zahl schlagartig auf 369 Personen anstieg.

"Die Unterbringung der Flüchtlinge erfolgt zurzeit in über 20 angemieteten städtischen Wohnungen oder Wohnhäusern in Kevelaer und den Ortschaften. Hinzu kommen die größeren Gemeinschaftsunterkünfte (Gelderner Straße 199, Ladestraße, Haus Heidekrug, Weststraße 15a, Hoogeweg 70 und Hoogeweg 100), in denen bis zu 70 Personen Platz finden. Überwiegend handelt es sich hierbei um Einzelpersonen", steht im Report. Zuletzt geht der Bericht auf die "Alters- und Geschlechtsstruktur" zum Stand 11. Januar 2016 ein: Es gibt 34 weibliche Flüchtlinge unter 18 Jahren, 42 zwischen 18 und 40, sowie zwölf über 40 Jahren. Bei den männlichen Zuwanderern gibt es über 59 unter 18, 276 zwischen 18 und 40, sowie 42 Leute, die über 40 Jahre alt sind.

In Kevelaer bemüht sich der "Runde Tisch Flüchtlinge" mit verschiedenen Projekten um eine möglichst reibungslose Integration der Asylsuchenden. Wer dies unterstützen will oder Ideen für weitere Aktionen hat, kann sich melden bei RTF-kevelaer@gmx.de. Weitere Infos auf www.rtf-kevelaer.de.

Quelle: RP
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