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Kevelaer
Flüchtlinge: Jugendherberge nicht gebucht

Kevelaer. Kevelaer steht weiter auf der Optionsliste der Bezirksregierung. Aktuell ist aber noch kein Bedarf.

Schon Anfang des Jahres hatte sich die Jugendherberge in Kevelaer zur Aufnahme von Flüchtlingen gerüstet. Damals gab es einen Vertrag mit der Bezirksregierung Arnsberg, um kurzfristig Asylbewerber aufnehmen zu können. Schließlich kamen doch keine Flüchtlinge, und der Betrieb in der Jugendherberge konnte normal weiterlaufen. Und das soll auch erst einmal so bleiben, wie die Sprecherin des Deutschen Jugendherbergswerkes Barbara Mott auf RP-Anfrage mitteilte.

Gerade gab es die Nachricht, dass auf Bitten der Bezirksregierung sechs Häuser in Finnentrop, Meinerzhagen, Lünen, Solingen, Lindlar und Wuppertal fast 900 Plätze für Asylsuchende einrichten wollen.

Kevelaer taucht in der Liste der Häuser auf, für die es eine Option für die Nutzung der Jugendherberge für Flüchtlinge gibt. Dazu gehören auch noch Dorsten, Breckerfeld (Glörsee), Höxter und Horn-Bad Meinberg sowie Hellenthal und Wipperfürth. "Es ist richtig, dass Kevelaer weiter auf dieser Liste steht, aber aktuell ist das Haus noch nicht von der Bezirksregierung gebucht", sagt Barbara Mott. Sie macht deutlich, dass auf jeden Fall in den nächsten Monaten nicht mit einer Buchung der Einrichtung in der Marienstadt für Flüchtlinge zu rechnen ist. Der Betrieb wird daher ganz normal weiterlaufen. Auch alle bereits vereinbarten Termine könnten wahrgenommen werden. Das sei auch ein deutliches Signal an die Schulen, die Plätze für Klassenfahrten gebucht haben. Gerade jetzt nach den Ferien beginnt nämlich die Hochsaison für die Jugendherbergen. Die seien nämlich nicht in den Ferien, sondern in den Zeiten danach besonders gefragt, weil eben viele Schulen mit Fahrten in das Schuljahr starten, damit die Kinder sich kennenlernen.

In den sechs von der Bezirksregierung gebuchten Jugendherbergen sollen die Flüchtlinge ab dem 2. Oktober kommen. Im Winter waren Asylbewerber von November bis Anfang März bereits in Monschau und Solingen untergebracht. Die Erfahrungen seien positiv gewesen. Hauptsächlich hätten Familien in den Jugendherbergen gewohnt, die in dieser Zeit keine Feriengäste aufnehmen.

Jugendherbergen, die von der Bezirksregierung gebucht werden, gelten als Notunterkunft. Werden sie länger als sechs Monate in Anspruch genommen, werden die Flüchtlinge dort auf das Kontingent der Stadt angerechnet. Konkret würde das dann für Kevelaer bedeuten, dass die Kommune keine neuen Zuweisungen bekommt.

(zel)
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