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Kevelaer
Flüchtlinge: Stadt prüft Optionen für Unterbringung

Kevelaer. Auch die Marienstadt nimmt weiter neue Flüchtlinge auf. Aktuell leben in den 29 Unterkünften der Kommune 434 Asylsuchende, und die Zahl wird weiter steigen, ist Ludger Holla sicher.

"Wir rechnen damit, dass wir bis zum Jahresende wohl 500 Personen aufgenommen haben werden", sagte der Mann von der Kevelaerer Stadtverwaltung. Aktuell sind die Verantwortlichen im Rathaus dabei, die Unterkünfte für die kommenden ein bis zwei Jahre zu planen. Über ein entsprechendes Konzept soll im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung am Donnerstag, 17. Dezember, beraten werden.

Im Vorfeld hat die Verwaltung verschiedene Grundstücke untersucht, die der Kommune angeboten worden sind. Unter anderem ist in diesem Zusammenhang auch ein Gelände an der Alten Heerstraße unter die Lupe genommen worden. Mancher hatte daraufhin schon gemutmaßt, dass dort mit dem Bau von Unterkünften begonnen wird. "Dort hat es lediglich Bodenuntersuchungen gegeben, um zu sehen, ob das Gelände überhaupt geeignet wäre", sagt Holla. Weder seien irgendwelche Arbeiten ausgeschrieben worden noch hätten bereits Bautätigkeiten begonnen.

Für die Stadt gehe es darum, jetzt ein tragbares Konzept für die Zukunft auf den Weg zu bringen. Eben deshalb werde im Rat am Donnerstag über die verschiedenen Alternativen diskutiert.

Es ist gut möglich, dass Kevelaer im kommenden Jahr noch eine größere Zahl zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen muss. Denn am 1. Februar verlassen die Asylsuchenden die Jugendherberge. Die wird derzeit als Notunterkunft von der Bezirksregierung genutzt. Dadurch werden die Flüchtlinge dort auf das Kontingent der Stadt angerechnet. Wenn die Notunterkunft aufgehoben wird, bedeutet das, dass die Stadt 140 Personen zusätzlich aufnehmen muss.

(zel)
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