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Kevelaer
Frauen zur Prostitution gezwungen

Kevelaer. Rumänische Zuhälter aus Kevelaer haben Frauen nach Deutschland geholt und sie nach Darstellung der Polizei ihre Schulden durch Prostitution abarbeiten lassen. Wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Zwangsprostitution wurden mehrere Beschuldigte in Kevelaer festgenommen.

Ein Mann und eine Frau sind in Untersuchungshaft, einer kam in Abschiebungshaft, weil gegen ihn ein internationaler Haftbefehl vorliegt. Seit September ermittelte eine Kommission der Klever Kripo gegen zwei rumänische Tätergruppen mit insgesamt neun Verdächtigen aus Kevelaer.

Die Beschuldigten stehen in dem dringenden Tatverdacht, junge Frauen aus Rumänien und Moldawien unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt zu haben. Unter Ausnutzung ihrer Zwangslage wurden die Frauen gedrängt, sich zu prostituieren, um ihren finanziellen Pflichten nachkommen zu können. Hierzu wurden ihnen die Pässe weggenommen und Gewalt angedroht. Sie arbeiteten in legalen Clubs wie "FKK van Goch", boten aber auch Hostessservice und Wohnungsprostitution an. Laut Staatsanwaltschaft gehe man bei der Betreiberin, in deren Bordellbetrieb es schon häufiger Durchsuchungen und Sicherstellungen gab, von keiner Mittäterschaft aus.

Die drei Mitte Dezember Inhaftierten sind Rumänen, am Mittwoch wurden weitere Beschuldigte vorläufig festgenommen und wieder entlassen. Bei beiden Sondereinsätzen fanden die Beamten gefälschte Ausweisdokumente. Der Zoll wurde tätig wegen nicht gezahlter Lohn- und Umsatzsteuer sowie versuchter Gewerbe- und Einkommensteuerhinterziehung.

(nik)
 
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