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Kevelaer
Frauenbilder von der Sünderin bis zur Heiligen

Kevelaer. Etwas versteckt liegt die Wortwerk-Galerie in Kevelaer auf der Busmannstraße 28 und kann daher fast als Geheimtipp gelten. Seit einem guten halben Jahr präsentiert die Inhaberin Eva-Maria Zacharias dort "Bilder, Texte und allerhand mehr". Neben dauerhaft ausstellenden Künstlern wie zum Beispiel Gerd Mattissen, Frank Merks und Sally Tsang präsentiert Zacharias immer wieder Wechselausstellungen. "Durch meine journalistische Schiene kannte ich viele Künstler, und ich habe zu Fotos Texte gemacht oder zu einem Foto gedacht, Mensch, da habe ich bereits einen Text zu. Diese Verbindung hat mich gereizt. Außerdem möchte ich Künstlern ein Forum bieten", sagt Zacharias. Von Yvonne Theunissen

Am Freitag eröffnete sie die aktuelle Ausstellung "Frauen.Bilder - Frauen.Gestalten": "Wir präsentieren die ganze Bandbreite von Eva, dem Sündenfall, bis hin zur Heiligen Maria, die von vielen Menschen in großer Not angerufen wird. Und das ganze Feld dazwischen." Sechs Künstler zeigen bis zum 20. August ihre Arbeiten zu diesem Thema. Dabei sind Alfred und Barbara Grimm, deren Arbeiten in der schmalen Galerie an gegenüberliegenden Wänden angeordnet wurden. Während Barbara Grimms Werke mit Nacktheit spielen und durch den Farbauftrag in kräftigen Tönen expressiv und lebendig wirken, sind Alfred Grimms Arbeiten ähnlich beeindruckend, aber künstlerisch verhaltener.

Claudia Rohde stellt unter anderem ein Femen-Bild (nackter Oberkörper mit Parolen bemalt) als Protest gegen die Gewalt in der Welt aus. Zu ihrem Repertoire gehören aber auch Sirenen und ein eindrucksvolles Porträt der bekannten verstorbenen Tänzerin Pina Bausch aus Wuppertal. Giuseppe Medagli zeigt sein Bild "Amazone" und weist so eine weitere weibliche Facette auf.

Kornelia Kestin-Furtmann ist Fotografin und zeigt Bilder, die von einer steinernen Frauenfigur vor blauem Himmel bis zu einem Foto von Models beim Styling ein weites Spektrum Weiblichkeit bieten. Als letzte im Bunde zeigt Gisela Rietta-Fritschi mit ihren im Schaufenster ausgestellten Mini-Skulpturen-Gärten und weiteren Skulpturen eine ganz andere Facette des Themas.

Geöffnet ist die Galerie mittwochs, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 12 bis 15 Uhr. Am Freitag, 16. Juni, 19.30 Uhr lässt sich der Besuch der Ausstellung mit einer Veranstaltung kombinieren. Barbara Engelmann entwickelte einen Theater-Monolog über die Geschichte der als Hexe verfolgten Maria Rampendahl aus Lemgo, den sie in der Galerie aufführen wird.

Quelle: RP
 
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