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Kevelaer
Freies Parken am Samstag ist vom Tisch

Kevelaer: Freies Parken am Samstag ist vom Tisch
In der Kevelaerer Innenstadt darf auch zukünftig nicht bis 18 Uhr frei geparkt werden. Man muss sich also wie bisher einen Parkschein kaufen. FOTO: zel
Kevelaer. Zu wenige Händler sind bereit, am Samstag länger zu öffnen. Das war allerdings die Voraussetzung, um die Regelung umzusetzen. Bürgermeister Pichler bedauert das und meint, dass jetzt die Geschäftsleute am Zug sind. Von Sebastian Latzel

Die Meinung von Bürgermeister Dominik Pichler ist klar: "Die erforderliche Quote wurde von den Händlern eindeutig nicht erreicht, damit ist das Thema ,Freies Parken' vom Tisch", sagt er. Wie berichtet, hatte es auf Anregung von Verwaltung und Politikern den Ratsbeschluss gegeben, am Samstagnachmittag auf Parkgebühren in der Kevelaerer City zu verzichten. Damit sollten der Samstag für die Kunden attraktiver gemacht und zusätzliche Besucher in die Innenstadt gezogen werden.

Gleichzeitig hatten die Politiker klargemacht, dass es das freie Parken nur gibt, wenn die Händler im Gegenzug ihre Öffnungszeiten am Samstag ausweiten. Es mache keinen Sinn, Kunden in die Stadt zu holen, die dann vor geschlossenen Geschäften stehen, war das Argument. Mindestens 80 Prozent der Händler sollten sich bereit erklären, am Samstag bis 18 Uhr zu öffnen. das war die Vorgabe.

Die Wirtschaftsförderung hatte daraufhin 146 Geschäftsleute angeschrieben. Mit 87 Prozent gab es einen erfreulich hohen Rücklauf bei den Antwortbögen, wie Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns im Rat erläuterte. Allerdings erklärten lediglich 47 Geschäftsleute ihre Bereitschaft, bis 18 Uhr zu öffnen.

Für den Bürgermeister ein eindeutiges Votum. "Das ist gerade einmal ein Drittel der Händler und liegt weit unter der geforderten Quote von 80 Prozent." Damit sei auch klar, dass es eben kein freies Parken am Samstagnachmittag in der City geben werde. Auch eine kürzere Öffnungszeit bis 16 Uhr habe die Quote nicht erreicht. Für die Verwaltung sei das Thema jetzt erst einmal erledigt. Es habe sich gezeigt, dass die Initiative der Stadt auf wenig Gegenliebe gestoßen sei. "Ich erwarte jetzt, dass die Geschäftsleute selbst aktiv werden und mit Vorschlägen auf die Stadt zugehen", äußert sich Pichler.

Der Verwaltungschef hatte im Rahmen einer Bürgermeisterkonferenz auch an einer Reise nach Berlin teilgenommen. Dort war auch das Bundesarbeitsministerium besucht worden. Pichler nutzte die Gelegenheit, um sich über die Ladenöffnung zu informieren. Dort bekam er die Auskunft, dass keine EU- oder bundesweit einheitliche Regelung geplant sei.

Bekanntlich ist in der Marienstadt die ganze Diskussion um den Samstag dadurch ausgelöst worden, dass zahlreiche Geschäfte, die früher am Sonntag geöffnet hatten, das jetzt nicht mehr dürfen. Eine Initiative von Bürgern hatte die Aufsichtsbehörden eingeschaltet und die Stadt daraufhin die Kontrollen intensiviert und auch Bußgelder verhängt.

Quelle: RP
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