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Kevelaer
Freundinnen shoppen in Kevelaer

Kevelaer: Freundinnen shoppen in Kevelaer
Claudia Bercker und Gabriele Polders sind bereit. Sie warten auf Kundinnen beim Beste-Freundinnen-Shopping. FOTO: Thomas Binn
Kevelaer. Gute Resonanz bei der Premiere am Samstag. Viele Frauen nutzten das neue Angebot und bummelten in der Innenstadt. Doch manche Geschäftsinhaber wünschen sich die alte Regelung beim verkaufsoffenen Sonntag zurück. Von Dana Gossens

Wohl jeder geht gerne mit der besten Freundin shoppen. Das dachte sich auch die Stadt Kevelaer und organisierte deshalb am Samstag den ersten Freundinnen-Tag. In vielen Geschäften der Kevelaerer Innenstadt gab es Aktionen wie Prozente beim Einkauf, kleine Geschenke wie Schokolade oder einen Sekt zum Anstoßen.

Diese Gelegenheit nutzten auch Barbara Burk und Monika Betzel. Die beiden Freundinnen kennen sich schon ihr Leben lang und gehen gern zusammen einkaufen. "Wir finden diese Aktion sehr gut. Bei den Prozenten lohnt es sich wirklich, zu shoppen", erzählt Barbara Burk.

Doch nicht nur Prozente machten den Shoppingtag ansprechend. Das Reisebüro Schatorjé zum Beispiel bot entspannende Wellnessreisen für beste Freundinnen an, in der Kaffeerösterei Kaffeehimmel & Co wurden Kaffeespezialitäten zum halben Preis angeboten, und Nicole Derricks Mode & Accessoires schenkte den Kunden erfrischende Sommer-Smoothies ein. "Gerne kann das öfter gemacht werden. Es ist eine gute Gelegenheit, mal wieder etwas mit der besten Freundin zu unternehmen", finden auch die Freundinnen Stefanie Zukrigel und Lisa Kleemann. Sogar einige niederländische Nachbarinnen nutzten den Freundinnen-Tag aus und gingen in Kevelaer shoppen.

Viele Geschäftsinhaber sehen die Aktion ebenfalls als gute Idee an. "Es kommen einige Leute, es sind schon drei Flaschen Sekt weg. Man könnte das ruhig öfter machen", kommentiert Herbert Kocken, Inhaber der Galerie Kocken. Und auch Susanne Abels-Janssen ist zufrieden mit der Resonanz. "Es wird gut angenommen. Wir haben auch im Voraus privat viel geschaltet über Facebook und haben viel mit Mundpropaganda gearbeitet. Die Kunden freuen sich über ein Gläschen Sekt, und die Stimmung ist gut", berichtet sie. Doch sie sieht einen Verbesserungspunkt. "Beim zweiten Mal kann man die Aktion bestimmt noch mehr bewerben. Dieses Mal war es schließlich etwas spontan, und vielleicht kommen dann noch mehr Kunden."

Neben einem schönen Tag für Freundinnen ist ein weiteres Ziel des Shopping-Tages, den abgeschafften verkaufsoffenen Sonntag abzulösen. Der kundenfreundlichere Samstag soll die Differenz der ehemaligen offenen Sonntage ein wenig ausgleichen.

Doch nicht alle Unternehmen sehen das positiv. "Die Aktion ist schon ganz schön, sie hat sich heute Morgen bereits bewährt. Doch wir hatten 32 Jahre lang sonntags geöffnet, und Kevelaer lebt halt nicht nur von der Wallfahrt, sondern auch vom Handel", meint Marianne Kohfeld, Inhaberin der Kunststube. Sie wünscht sich damit den verkaufsoffenen Sonntag zurück.

Dennoch bot der Shopping-Tag eine sehr gute Möglichkeit, mal wieder etwas mit der besten Freundin zu machen.

Quelle: RP
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