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Kevelaer
Für Glasfaser eine Hausnummer zu hoch

Kevelaer: Für Glasfaser eine Hausnummer zu hoch
Ludger Wouters auf seinem Zeltplatz Anna Fleuth. Wenn hier mehrere Leute gleichzeitig ins Internet wollen, wird es schwierig. Daher hätte er gerne einen Glasfaseranschluss. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Ludger Wouters würde gerne einen Vertrag für das Turbo-Internet abschließen. Doch in Winnekendonk liegt er außerhalb des Ausbaubereichs. Anfragen beim Unternehmen Deutsche Glasfaser halfen bislang nichts. Von Sebastian Latzel

"Unschlagbar schnell" - "Wir bringen Ihnen das Internet der Zukunft in Ihr Zuhause" - mit diesen Sprüchen wirbt das Unternehmen Deutsche Glasfaser in der Region. Das Versprechen: Schließen in einer Region 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag ab, wird das Turbointernet ins Haus verlegt. In Winnekendonk kam jetzt vor einiger Zeit die für viele erfreuliche Mitteilung, dass es für den Ortsteil durchaus Chancen auf einen Ausbau gibt.

Das ließ auch Ludger Wouters darauf hoffen, ans Turbo-Netz angeschlossen zu werden. Schließlich betreibt er den Zeltplatz Anna Fleuth mit rund 3500 Besuchern im Jahr. Die wählen sich per W-Lan ins Netz ein. Oft genug führe das allerdings zu Problemen, weil das Netz in Winnekendonk nicht besonders schnell ist. Da ist Glasfaser eine attraktive Alternative. Als er per Internet einen Antrag zum Anschluss bei der Deutschen Glasfaser stellen wollte, musste der 60-Jährige enttäuscht feststellen, dass sein Grundstück "Niersstraße 39" gar nicht mehr aufgeführt war. Letztes Haus, das angeschlossen werden könnte, war Nummer 37.

Wouters hat daraufhin Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen. Er sei sehr daran interessiert, technisch auf dem neuesten Stand zu sein und den Anschluss an die moderne Technik nicht zu verpassen, schrieb er. "Ich möchte Sie daher bitten, nochmals zu prüfen, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt, unser Grundstück Niersstraße 39 in Winnekendonk für den Anschluss an das Glasfasernetz vorzusehen."

Von der Deutschen Glasfaser gab es die Antwort, dass man dem Anliegen gerne nachkommen und Wouters ein Angebot zukommen lassen würde. Dennoch müsse man mitteilen, dass an der Adresse momentan kein Glasfaseranschluss gelegt werden könne.

Eine Antwort, die Wouters sehr enttäuscht. Vor allem, weil er eine Begründung vermisst. In der Antwort der Deutschen Glasfaser hieß es lediglich: "Das Ausbaugebiet ist nur bedingt variabel. Bevor ein Gebiet bei uns auf die Ausbauliste kommt, werden zuvor zahlreiche Faktoren gemeinsam mit der jeweiligen Verwaltung und dem Generalunternehmer bewertet. Auf Basis dieser Bewertungen treffen wir dann die Auswahl."

Für Wouters ist es unverständlich, warum hier kein Kompromiss möglich ist. Die Entfernung zu Hausnummer 37 betrage höchstens 200 Meter. Er wäre auch durchaus bereit, sich an Kosten zu beteiligen. Er würde sich nur wünschen, dass überhaupt reagiert werde. Zudem liege in dem Bereich auch der Tennisverein. Vielleicht könne die Deutsche Glasfaser ja auch dort mit den Verantwortlichen sprechen und das Grundstück gleich mit anschließen.

Er habe sehr großes Interesse daran, dass sein Internet schneller wird. Gerade wegen des Zeltplatzes. Sollte jetzt aus dem Anschluss nichts werden, müsse er auf 2018 warten. Dann will die Telekom den Breitbandausbau starten. "Allerdings würde sich auch hier die Frage nach der Anschlussmöglichkeit unseres Grundstücks stellen", sagt Wouters.

Quelle: RP
 
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