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Weeze
Gestohlener Defibrillator weiterhin verschwunden

Weeze. Der Diebstahl des Defibrillators vom Rathaus in Weeze gibt weiter Rätsel auf. Auch gestern meldete sich niemand, der die Tat beobachtet hat. Der Bürgermeister hat dem Dieb die Gelegenheit gegeben, das medizinische Gerät wieder zurückzugeben. Auch das sei bislang nicht passiert, so Georg Koenen vom Ordnungsamt. "Wir sind aber weiter guter Hoffnung, dass sich jemand bei uns meldet", sagt er. Wie berichtet, gibt es in der Nähe eine Videokamera. Deren Aufnahmen werden gerade ausgewertet. Über den Fall kann man in der Verwaltung nur den Kopf schütteln. Immerhin wurde hier schließlich ein Gerät gestohlen, das im Notfall Leben retten soll.

Auch für die Polizei ist ein solcher Diebstahl absolutes Neuland. Nach Angaben von Polizeisprecher Michael Ermers sei das der erste solche Diebstahl im Kreis Kleve. Dass Diebstähle von medizinischen Geräten aber inzwischen leider immer öfter vorkomme, bestätigt Frank Scheulen, Sprecher des Landeskriminalamtes. Medizinische Geräte würden in der Diebstahlstatistik aktuell noch nicht gesondert erfasst. Es sei aber so, dass sich die Fälle wohl häufen.

Aus dem Ruhrgebiet werden eine ganze Reihe von solchen Delikten gemeldet. Hier scheint der Diebstahl von medizinischem Gerät zum echten Problem geworden zu sein. Am gefragtesten scheinen offenbar Endoskope zu sein. Aber auch Defibrillatoren gehörten schon zur Diebesbeute. Besonders dreist war ein Vorfall, bei dem die Täter den Defi aus einem Krankenwagen stahlen, während die Fahrer gerade wegen der schlechten Witterung Schneeketten anlegten.

Nach Angaben der Polizei gibt es offenbar einen Markt für medizinische Geräte. Denn diese haben durchaus hohen Wert. Das Gerät in Weeze kostete rund 2000 Euro.

Die Verwaltung hat aber noch die Hoffnung, dass es sich nicht um professionelle Diebe, sondern vielleicht um einen schlechten Streich handeln könnte. "Vielleicht bringt der Dieb das Gerät ja doch noch zurück", so Koenen.

(zel)
 
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