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Kevelaer
Glasfaser: Das Interesse ist groß

Kevelaer: Glasfaser: Das Interesse ist groß
Knapp 170 Personen lauschten dem Vortrag von Denis Schiefke, Projektleiter für diesen Standort. Unter den Zuhörern waren nicht nur junge, sondern auch erstaunlich viele ältere Mitbürger. Die Internetverbindung ist wohl ein Thema, das jeden Kervenheimer sehr interessiert. FOTO: Markus van Offern
Kevelaer. Knapp 170 Bürger kamen zum Infovortrag zum schnellen Internet. Kervenheim muss eine Quote von 40 Prozent erreichen, damit ausgebaut wird. Bis zum 26. September müssen sich Interessierte nun entscheiden. Von Thorben Kleinstäuber

Am Mitwochabend strömten viele Bürger in die Kervenheimer Gaststätte Brouwers. Grund dafür war allerdings kein Dorffest, sondern ein in den Augen vieler weitaus bedeutsamerer Termin: Das Unternehmen "Deutsche Glasfaser" lud die Bewohner des Dorfes zu einem Informationsabend ein. Denn die Firma plant, den Kevelaerer Ortsteil an das Glasfasernetz anzuschließen (wir berichteten).

Damit würde sich die Internet-, Radio- und Telefonqualität steigern. Knapp 170 Personen lauschten dem Vortrag von Denis Schiefke, Projektleiter für diesen Standort. Unter den Zuhörern waren aber nicht nur junge, sondern auch erstaunlich viele ältere Mitbürger. Die Internetverbindung ist wohl ein Thema, das jeden Kervenheimer sehr interessiert.

"In ganz Deutschland haben wir bereits 180.000 Anschlüsse realisieren können. Die Zahl ist stetig wachsend", so Schiefke. Glasfaserkabel seien deutlich stabiler und leistungsfähiger als herkömmliche Kupferkabel. Eine Stärke sieht der Vortragende vor allem darin, dass es keinen Leistungsverlust auf der Strecke gäbe. "Mit Kupferkabeln haben Sie häufig das Problem, dass das Haus am Anfang der Straße noch den vollen Saft aus der Leitung ziehen kann. Beim zweiten Haus ist es schon weniger, und so geht das dann weiter." Eben diesen Umstand hätte man mit einem Glasfaseranschluss nicht. Denn jeder Haushalt erhält auch einen eigenen Anschluss, was bisher nicht der Fall war. Um einen solchen Anschluss in das Haus zu legen, braucht die Firma nur einen Tag. Danach kann die Straße, die vorher aufgerissen wurde, wieder zugemacht werden. Im Haus schaut sich dann ein Techniker an, wo der Router am besten installiert werden kann. Laut Schiefke sei ein Wechsel sehr sinnvoll. "In den letzten fünf Jahren hat sich die Internetnutzung verdreifacht." Verständlich, immerhin hat fast jeder ein Smartphone und meistens auch mehr als nur ein Gerät zu Hause, das einen Internetanschluss benötigt. Wenn man jetzt auf einen Glasfaseranschluss umsteige, würde man nicht nur in dieser Hinsicht für die Zukunft gewappnet sein, sondern würde gleichzeitig den Immobilienwert des Gebäudes steigern. Immerhin ist bei Hauskäufen auch das Thema "Internetanschluss" ein Kriterium.

Noch bis zum 26. September haben die Kervenheimer Zeit. An diesem Tag ist Stichtag: Wenn bis dahin 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit der Firma abgeschlossen haben, bekommt Kervenheim den Glasfaseranschluss. "Ich bin sehr unzufrieden mit meinem bisherigen Telefonanschluss. Mehrmals im Jahr geht da gar nichts mehr. Deswegen werde ich auf jeden Fall auf Glasfaser umsteigen", so ein Kervenheimer Bürger.

Quelle: RP
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