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Weeze
Globetrotter tauschen ihre Erfahrungen in Weeze aus

Weeze. Globetrotter halten sich bekanntlich häufig fern der Heimat auf. Hin und wieder lässt sich ein "Heimaturlaub" aber nicht vermeiden. Wen dann das Fernweh packt, ist bei einem "Globetrotter-Treffen" in jedem Fall richtig. Von Yvonne Theunissen

Bereits zum 6. Mal veranstaltete die im Saarland lebende und in Geldern aufgewachsene Globetrotterin Sonja Roschy von Freitag, 10. April, bis Sonntag, 12. April, ihr "Fernweh-Treffen" im Park der Schlossruine Hertefeld in Weeze: "Der Sinn ist einfach, dass Leute, die viel unterwegs sind, das heißt über einen normalen Urlaub hinaus, sich treffen, austauschen und Tipps bekommen. Bei unseren Teilnehmern zieht sich das Reisen wie ein roter Faden durch das Leben!"

Rund 200 gut besetzte Fahrzeuge von Motorrädern, über Wohnmobile bis hin zu Dachzeltgefährten und Unimogs füllten ab Freitag den Park der Schlossruine.

Bei vielen Fahrzeugen handelte es sich um selbst ausgebaute Gefährte, die bereits viele Reisen miterlebt hatten.

Zwar stammten die meisten Teilnehmer aus einem Umkreis von 200 Kilometern, vereinzelt wurden aber viel weitere Anreisen in Kauf genommen: "Es gibt Leute, die sich hier immer treffen, aber es sind auch immer einige dabei, die zum ersten Mal nach Weeze kommen. Eine bunte Mischung. Viele genießen das besondere Ambiente hier."

Das hörte Schlossherr Friedrich Graf zu Eulenburg und Hertefeld, der sich den offiziellen Fassanstich am Freitagabend nicht nehmen ließ, gerne. "Ich finde es großartig. Solange ich wegen meiner drei kleinen Kinder nicht in die Welt ziehen kann, kommt die Welt so zu mir", sagte Friedrich Graf zu Eulenburg und Hertefeld. Zum ersten Bier gab es das traditionelle gräfliche Chili con Carne.

Zwar wurde ein ansprechendes Rahmenprogramm mit Diavorträgen zu Themen wie "Island: Mit dem Landy über Hochlandpisten" und "Zu den Flachlandgorillas im Kongo" angeboten, der Schwerpunkt aber lag auf dem geselligen Beisammensein und dem Austausch unter Gleichgesinnten, wobei mit Grill und Kuchenverkauf das leibliche Wohl nicht aus den Augen verloren wurde.

Denn das Verständnis für diese Art des Lebens ist nicht immer gegeben. Roschy: "Hier muss ich Niemandem erklären, warum ich monatelang unterwegs sein möchte". Sie selbst ist erst vor zwei Wochen von einem 4,5 Monate dauernden Aufenthalt in Afrika zurückgekehrt und brachte unzählige Eindrücke und Geschichten mit nach Deutschland.

Teilnehmer Jürgen Oehe aus Hilden schwärmte: "Noch nie habe ich so nah so viel Fernweh erlebt!"

Quelle: RP
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