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Weeze
Heeser Hoffest: Glücksschwein statt Spargel

Weeze: Heeser Hoffest: Glücksschwein statt Spargel
Während einer Planwagenfahrt konnten die Besucher viel über den Betrieb erfahren. FOTO: Evers
Weeze. "Unser Hoffest dreht sich zum ersten Mal nicht um den Spargel, sondern allein um unsere Glücksschweine", erklärte Daniela Angenendt, die Betriebsnachfolgerin beim Heeser Spargelhof und Organisatorin vom "Hoffest 2017". Es fand den Sonntag über mit einem vielseitigen Programm statt. Die kleinen Besucher konnten unter anderem an einer Planwagenfahrt teilnehmen, die durch das Grün nahe der niederländischen Grenze führte. Wer selber aktiv werden wollte, konnte nicht nur auf einem großen Sandberg nach Lust und Laune buddeln, sondern gleich beim Ponyreiten mitmachen. "Das war hoch", fand die kleine Sarah (6) mit einem besorgten Blick, grinste dann jedoch über beide Ohren und meinte: "Aber auch ganz toll."

Natürlich standen die heimischen Glücksschweine auch bei den jungen Gästen im Fokus. Diese mussten sich allerdings mit einem Stofftier begnügen oder über ein Podest in den Stall schauen. "Denn gerade grassiert eine ansteckende Krankheit für die Schweine in Europa, und um gesund zu bleiben, dürfen sie sicherheitshalber nicht gestreichelt werden", informierte Angenendt. Was allerdings alle Besucher bekamen, waren große Portionen des leckeren Fleischs, ob nun als Wurst oder Steak. "Das ist einfach bombig", lobte Heinrich Blenkers. "Da schmeckt man echt den Unterschied zu anderem Fleisch."

Doch warum sind die Glücksschweine so lecker? "Die wachsen bei uns auf Stroh und mit viel Licht, Luft und genügend Platz auf", verriet Daniela Angenendt. "Die Ringelschwänze dürfen dranbleiben, sie haben länger Zeit zum Großwerden und mit etwa zehn Kilometern einen ganz kurzen Weg zum Schlachthof. Zudem besitzen sie einen großen Fettanteil, so bleibt das Fleisch zart und saftig."

Die Erwachsenen konnten sich nach dem Essen beim Stand des Weinguts Schedler aus der Eifel beraten lassen, das bislang bei jedem Hoffest dabei war: "Ich würde ja einen schönen trockenen Riesling zum Fleisch empfehlen", meinte Edmund Schedler. "Aber die Klischees verlaufen sich ja immer weiter, und ich kenne einige, die einen Rotwein empfehlen würde. Man muss halt einfach nehmen, was schmeckt." Apropos schmecken: Es gab auch Kuchen, Kaffee und Reibekuchen. Um alles wieder abzutrainieren, kam der "Brisk-Boots-Line-Dance"-Verein aus Weeze. Nach einer Vorführung hatten Besucher die Chance, bei einem Line-Dance-Workshop aktiv zu werden. Wer es ruhiger haben wollte, konnte beim Stand von Monika Henkel aus Kevelaer stöbern. "Ich bin hier schon seit vielen Jahren Kundin. Da kam man natürlich ins Gespräch, und deshalb bin ich heute hier", verriet Henkel. Bei ihr gab es hübsche Deko-Ideen aus Beton.

(cnk)
 
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