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Kevelaer
Herr Lehmann bekommt ein Bootshaus

Kevelaer. Im Kevelaerer Gewerbegebiet entsteht eine neue Feierstätte. Hochzeiten, Geburtstage und mehr können bald mit Blick auf die Niers gefeiert werden. Dahinter stecken Michael Schmidt und Marc Moors. Los geht es mit einer Silvesterparty. Von Bianca Mokwa

Es liegt ein bisschen versteckt, im Industriegebiet muss man erst ein bisschen suchen, dafür wird man mit einem Blick auf saftig-grüne Wiesen und dem Ausblick auf die Niers entlohnt. Michael Schmidt (33) macht sich aber keine Sorgen, dass die neue Feierstätte von den Kevelaerern nicht gefunden wird. "Das Bootshaus kennt jeder, jeder hat hier schon gefeiert", sagt Schmidt. Er übrigens auch, da war er 24 Jahre alt. Irgendwann ist dann das Bootshaus einmal abgebrannt, wurde wieder aufgebaut und wurde zum Pausenraum von Butzon & Bercker. Dann nahmen sich Michael Schmidt und Marc Moors des Gebäudes an. Sie betreiben seit einem Jahr sehr erfolgreich das Restaurant Herr Lehmann auf der Gelderner Straße. Nun bekommt Herr Lehmann noch ein Bootshaus. 90 bis 100 Quadratmeter ist die Grundfläche des Gebäudes. Innen dominiert helles Industrie-Design, gepaart mit Holz. An eine Seite des Raumes kommt eine Bar, einen Kamin wird es auch geben.

Platz wäre für 60 bis 70 Leute, rechnet Schmidt, im Sommer können es aber auch 200 werden, wenn erst einmal die Pagodenzelte stehen. Die breiten Fensterfronten des frisch renovierten Bootshauses lassen sich weit öffnen, das Innen und Außen verschwimmen an lauen Sommerabenden miteinander. Auf der großzügigen Terrasse ist Platz. Wo jetzt noch ein Zaun steht, soll ein Weg hinunter zur Niers führen. "Wir werden an der Niers eine kleine Feuerstelle machen, dort kann man dann eine kleine Zeremonie abhalten und dann hochgehen zum Feiern ins Bootshaus", nennt Schmidt weitere Pläne.

Anbieten wollen die Kevelaerer Durchstarter ein Rundum-sorglos-Paket für Hochzeiten, Geburtstage, Taufen und Firmenfeiern. Von den Getränken über den DJ bis zum Fotografen im Hintergrund kümmern sie sich um alles. "Der Gast kommt einfach nur noch, setzt sich hin und geht nach der Feier nach Hause. Er muss sich um nichts mehr kümmern", beschreibt es Schmidt. Potenzial habe dieses Geschäftsmodell auf jeden Fall, ist er überzeugt. "Der Markt ist nicht ausgeschöpft, die Leute wollen feiern."

Und Essen gibt es natürlich auch noch. Geplant ist zum Beispiel Live-Cooking, das bedeutet, die Köche sind vor Ort und bereiten die Speisen frisch für die Gäste zu. "Von Parookaville haben wir dafür das nötige Equipment", sagt Schmidt. Außerdem entspreche es der Philosophie von Herrn Lehmann, ihrem Restaurant. "Wir sind nicht so der Freund von: Buffet hinstellen und gehen. Wir würden gerne unsere Gäste begleiten. Es hat doch eine andere Wertigkeit, wenn der Koch vor Ort ist", sagt Schmidt.

Und tatsächlich gibt es für das kommende Jahr schon neun Anfragen, obwohl noch gar kein Marketing gelaufen ist. Darüber hinaus wollen Schmidt und Moors aber auch ihre ganz eigene "Eventstory" in 2018 erzählen. Angedacht sind Live-Gesang, Auftritte von Künstlern am Klavier und mehr. Für all das sei das Restaurant Herr Lehmann zu innerstädtisch, erklärt Schmidt. Gestartet wird übrigens mit einer Silvesterparty. Dafür gibt es noch Karten im Restaurant Herr Lehmann auf der Gelderner Straße. Die kosten 60 Euro. Dafür gibt es Essen und Getränke und Musik vom DJ. Es wird elektronisch, verrät Schmidt. Nicht zu experimentell, unter anderem werden Klassiker wie David Guetta aufgelegt.

Ein Motto gibt es auch: Steam Punk. Jeder, der mitfeiern möchte, sollte ein passendes Teil zum Genre dabei haben. Und dann heißt es - Auf ein gutes Neues, Herr Lehmann!

Quelle: RP
 
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