| 00.00 Uhr

Kevelaer
Hotzenplotz bei den Kindern der Renner

Kevelaer. Bilanz der vergangenen Theater-Saison im Kulturausschuss: Abonnentenzahl und Einzelverkauf blieben unverändert. Von Dirk Möwius

Für die Sitzung des Kevelaerer Kulturausschusses (Dienstag, 14. November, 19 Uhr im Niederrheinischen Museum) legte die Verwaltung die Bilanz der vergangenen Theater-Saison 2016/2017 vor. Die Abonnentenzahl und der Einzelkartenverkauf blieben demnach unverändert. Zwei Stücke wurden vor nahezu ausverkauftem Haus gespielt: Das Stück "Faust - Der Tragödie erster Teil" und die Komödie "Männerhort". Die anderen vier Stücke unterschieden sich im Hinblick auf die Besucherzahlen maximal um etwa 45 Personen.

In der Spielzeit 2016/2017 wurde die Reihe "Puppenspiel 18+" erneut durchgeführt. Die vier Stücke wurden insgesamt von 342 Personen besucht. Dadurch konnten etwa 54 Prozent der entstandenen Kosten gedeckt werden. Die Anzahl der Abonnements lag bei 43. Damit ist eine leichte Zunahme zu verzeichnen.

Insgesamt vier Stücke für Kinder und ein Jugendstück wurden im Rahmen der Reihe "Kultur für Kinder" gezeigt. Am besten besucht war der Kinderbuch-Klassiker "Räuber Hotzenplotz" mit 159 Besuchern. Einzige Enttäuschung: Das Jugendstück "Lost in the Supermarket" wurde nicht angenommen. Es wurden keine Karten verkauft, jedoch konnte mit dem Landestheater Burghofbühne Dinslaken eine Vereinbarung geschlossen werden, dass das Jugendstück "Meet me" in die aktuelle Spielzeit verschoben wird. Dafür bestehen bereits Anfragen seitens einiger Schulen.

Die Reihe "KoBü-Flimmern" wird seit 2015 einmal im Monat durchgeführt. Mit dem "Ferienkino am Morgen" in allen Ferien beziehungsweise dem "Programmkino für Erwachsene" in den Sommerferien sind insgesamt an zehn Tagen Filme über die Leinwand "geflimmert". Insgesamt besuchten 922 Personen die Veranstaltungen. Dabei wurde ein Kostendeckungsgrad von 59 Prozent erwirtschaftet. Für das Jahr 2017 lässt sich bereits jetzt sagen, dass sich die Reihe zumindest bei den Kindern und Jugendlichen gut etabliert hat. Bis heute haben 21 "KoBü-Flimmern"-Veranstaltungen im Jahr 2017 stattgefunden. Diese wurden von etwa 1500 Personen besucht. Bis Ende des Jahres werden noch drei Aufführungen folgen. Danach sollte ein Kostendeckungsgrad von annähernd 100 Prozent generiert sein.

Die Sonderveranstaltungen der Spielzeit 2016/2017 waren facettenreich gestaltet. Beim Musical "Evita" kamen 348 Besucher. Es wurde ein Kostendeckungsgrad von 96 Prozent erreicht. Im Dezember waren die "German Tenors" zu Gast in Kevelaer. Diese Veranstaltung besuchten 146 Personen. Da eine Einnahmeteilung vereinbart wurde, wurden die entstandenen Kosten gesamt gedeckt. Im Januar 2017 fand anstelle der "Kevelaerer Musical-Night" das Musical "Sweeney Todd" mit Unterstützung der Sparkasse statt. Doch besuchten dieses Musical nur 141 Personen, demnach lag die Kostendeckung nur bei 28 Prozent. Die Rioult Dance Company war im April im Rahmen der Reihe "Kultur+ - ein Plus für alle", die zusammen mit der Volksbank durchgeführt wird, ebenfalls nicht gut besucht. Nur 122 Personen fanden den Weg ins Konzert- und Bühnenhaus. Daraus ergibt sich ein Kostendeckungsgrad von nur 26,21 Prozent. Dagegen konnte bei der Operette "Im weißen Rössl" mit 339 Besuchern ein Kostendeckungsgrad in Höhe von 101 Prozent erreicht werden.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kevelaer: Hotzenplotz bei den Kindern der Renner


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.