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Kevelaer
Hunde und Herrchen gemeinsam auf dem Pilgerweg

Kevelaer: Hunde und Herrchen gemeinsam auf dem Pilgerweg
Trotz schlechten Wetters sind rund 60 Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern zur diesjährigen Wallfahrt der Dackelfreunde gekommen. FOTO: Thomas Binn
Kevelaer. Trotz des schlechten Wetters sind viele Hundebesitzer zur diesjährigen Wallfahrt der Dackelfreunde gekommen. Unter dem Motto "Habt Vertrauen, fürchtet euch nicht" machten sich Mensch und Tier gemeinsam auf den Kreuzweg.

Startpunkt der Wallfahrt war das Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer. Von da aus ging es weiter zur Kreuzweganlage, über die Hauptstraße zur Gnadenkapelle und schließlich zum Arche-Noah-Brunnen, wo die Segnung stattfand. An der Wallfahrt teilnehmen durfte jeder, auch die Nicht-Hundebesitzer. Hans-Willi Liptow, erster Vorsitzender der Gruppe Niederrhein des Deutschen Teckelklubs, sagte bei seiner Begrüßung: "Denken Sie währenddessen auch an die Leute, welche nicht die Möglichkeit haben, frei mit ihrem Glauben umgehen zu können."

Begleitet von Hundegebell läuteten die fünf Hornbläser die Wallfahrt ein, und Herrchen und Vierbeiner machten sich dem Kreuz folgend gemeinsam auf den Weg.

Ungefähr 60 Teilnehmer waren in diesem Jahr dabei. Die Wallfahrt ist nicht nur in Kevelaer und Umgebung bekannt. Jedes Jahr kommen Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen zu der Veranstaltung. "Heute sind Leute unter anderem aus Köln, Mönchengladbach, Dinslaken und Duisburg mit dabei", erzählte Liptow. "Wir hatten sogar einmal einen Teilnehmer, welcher extra aus der Schweiz zu uns zur Wallfahrt gekommen ist. "

Während der Wallfahrt wurde an jeder der zwölf Stationen des Kreuzweges Halt gemacht. Dort angekommen wurden Lieder gesungen und Sprüche und Zitate aus der Bibel vorgelesen. An der ersten Station stimmten alle Wallfahrer gemeinsam das Lied "Vertraut den neuen Wegen" an. Durch die Stationen führte Pastoralreferent Frank Ingendae aus Issum. Er verband jeden Stationsaufenthalt mit einem Thema aus dem Alltag und dem Leben. So erinnerte er an die aktuelle Flüchtlingssituation und die Hilfe und Unterstützung, welche die Asylsuchenden benötigen. "Die Not der Menschen soll beachtet werden", so Ingendae. An der sechsten Station sprachen die Pilger zusammen mit Pastoralreferent Ingendae ein Gebet. Nach der Begehung des Kreuzweges und dem Segen gab es für alle Teilnehmer im Hotel "Goldener Löwe" Kaffee und Kuchen. "Die Wallfahrt bietet eine gute Gelegenheit, Gespräche zu führen und Kontakte untereinander zu knüpfen", so Liptow.

(duda)
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