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Hut ab vor Wachtendonk

Kevelaer. In der Bewertung der neuen Regelung waren sich die Kommunen fast einig: Gut gemeint, schlecht gemacht und ein klarer Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. So lautete die Einschätzung zur zusätzlichen Aufwandsentschädigung für Ausschussvorsitzende. Es sei nicht einzusehen, dass pauschal ein Betrag ausgezahlt werde, egal , wie oft ein Ausschuss tage, egal, wie groß der tatsächliche Arbeitsaufwand ist. Der großen Kritik folgte dann aber nur ein großes Achselzucken. "Da kann man wohl nix gegen tun", hieß es unisono. Also beließen es fast alle Kommunen dabei.

Positive Ausnahme ist hier Wachtendonk. Bürgermeister Aengenendt hat mit dem Rat de facto dafür gesorgt, dass es kein Extrageld gibt. Furcht vor der Kommunalaufsicht hat er nicht, er verweist darauf, dass Ausnahmen ja möglich seien. Hut ab, dass hier eine Kommune nicht in vorauseilendem Gehorsam einfach einknickt, sondern die Probe aufs Exempel macht. Die Nachbarn werden aufmerksam verfolgen, wie Wachtendonk mit der Regelung fährt. Setzt die Niersgemeinde sich durch, werden sicher weitere Kommunen mutig werden.

sebastian.latzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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