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Kevelaer
Hygiene-Sets für die Flüchtlinge in Kevelaer

Kevelaer. Wenn Flüchtlinge nach Kevelaer kommen, haben sie oft nicht mehr dabei als die Sachen, die sie am Leib tragen. Auch für die Hygiene fehlt das Nötigste. Das war Anlass für Sylvia Rommen-Ahlbrecht von der Pfarrcaritas St. Marien, Kontakt zum neuen DM-Geschäft in Kevelaer aufzunehmen und in der Sache um Unterstützung zu bitten. Sie war positiv überrascht, dass ihre Anfrage umgehend aufgegriffen wurde. Sandra Kuhnt von DM sprach mit ihrem Gebietsleiter über die Sache, der gab ihr freie Hand, und so entstand eine bemerkenswerte Initiative: DM stellt für jeden neuen Flüchtling einen Kulturbeutel zusammen mit Duschgel, Deo, Pflaster, Handgel, Zahnbürste und Zahnpasta.

Pro Quartal stehen 50 dieser Hygiene-Sets zur Verfügung. "Aber wenn mehr Flüchtlinge kommen, stocken wir die Zahl der Kulturbeutel dementsprechend auf", sagt Sandra Kuhnt. Sylvia Rommen-Ahlbrecht ist begeistert von der Hilfsbereitschaft. "Ich bin beeindruckt, wie schnell und unkompliziert diese Sache unterstützt wird", stellt sie fest. Sandra Kuhnt betont, dass der Markt in Kevelaer Vorreiter sei. "Wir finden wichtig, Flüchtlingen zu helfen, denen oft das Nötigste fehlt.

" Das habe man auch bei der Zusammenstellung der Hygiene-Sets festgestellt. "Wir wollten zuerst Pflaster zum Abschneiden mit einpacken. Doch dann ist uns aufgefallen, dass viele Flüchtlinge ja gar keine Schere besitzen. Daran kann man sehen, dass viele Dinge, die für uns normal sind, für Flüchtlinge nicht selbstverständlich sind." Anne van Rennings vom Runden Tisch für Flüchtlinge verdeutlichte, dass der Kulturbeutel auch mit zum Willkommen für die Flüchtlinge gehöre.

Um ihnen zu zeigen, dass sie hier gerne gesehen werden. Die Hygiene-Kits werden von der Stadt Kevelaer verteilt.

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