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Axel Stibi
"Ich bin nicht in ein Loch gefallen"

Kevelaer. Seit dem 1. April hat der ehemalige Bürgermeister von Kevelaer einen neuen Job in Mönchengladbach. Dort ist er Leiter des Fachbereichs Recht. Die Entwicklung in der Marienstadt verfolgt er aus der Ferne und teilweise mit Schmunzeln.

Wie fühlen Sie sich?

Stibi Danke für die Nachfrage. Mir geht es sehr gut und ich bin sehr zufrieden.

Also ist die Wahlniederlage endgültig verdaut? Sie kam ja überraschend und hat sicher wehgetan.

Stibi Es ist doch klar, dass zunächst das Gefühl der Enttäuschung sehr präsent ist. Aber ich habe schon damals direkt nach der Wahl gesagt, dass ich zuversichtlich bin, schnell wieder eine neue berufliche Aufgabe zu finden. Ich bin nie in ein Loch gefallen, weil diese Zuversicht immer da war.

Wie ist der Kontakt nach Mönchengladbach zustande gekommen?

Stibi Bereits recht kurz nach der Wahl habe ich erfahren, dass die Leitung des Fachbereichs Recht in Mönchengladbach ausgeschrie-ben, aber noch nicht besetzt war, so dass ich mich entsprechend beworben habe. Dass es dann auch geklappt hat, hat mich riesig gefreut und ich bin sehr dankbar dafür. So fügt sich Gott sei Dank manches im Leben.

Was haben Sie in der Zeit bis zum Dienstantritt in Mönchengladbach gemacht?

Stibi Ich habe die Übergangszeit vor allem genutzt, um mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Es war natürlich nicht sicher, dass ich die Position in Mönchengladbach bekomme. Aber wie gesagt: Ich war zuversichtlich und das lässt einen positiv nach vorne schauen.

Wie eng ist der Kontakt nach Kevelaer noch?

Stibi Es gibt noch einige gute Kontakte mit Menschen, zu denen in elf Jahren Beziehungen gewachsen sind. Insbesondere über die Bruderschaft der Consolatrix Afflictorum bleibt natürlich auch die Verbindung zu Maria bestehen. Ansonsten bin ich nicht mehr präsent. Das gebietet nicht zuletzt der Respekt vor meinem Nachfolger.

Der hat immer betont, wie positiv er es fand, dass Sie bereit waren, sich mit ihm zu treffen und auf die neue Aufgabe vorzubereiten.

Stibi Das freut mich zu hören. Es war mir auch sehr wichtig, das Amt gut und geordnet zu übergeben. Auch das hat wieder eine ganze Menge mit Anstand und Respekt voreinander, für die Verwaltung und für die Bürgerinnen und Bürger zu tun.

Verfolgen Sie denn noch die aktuelle politische Diskussion in der Marienstadt?

Stibi Ich verfolge das Geschehen in Kevelaer nur noch aus der Distanz und manchmal mit einem wissenden Schmunzeln über den einen oder anderen Zusammenhang. Aber für mich ist dieses Geschehen berufliche Vergangenheit und die Konzentration liegt voll und ganz auf der neuen Stelle.

Was wäre, wenn jemand an Sie mit der Frage herantreten würde, ob Sie bei der nächsten Wahl wieder als Bürgermeister kandidieren wollen?

Stibi Ich würde mich sicher geehrt fühlen, dem jedoch aus der aktuellen Sicht eine klare Absage erteilen. Schon in den ersten Wochen ist für mich erkennbar, dass ich mit der neuen Stelle eine Aufgabe gefunden habe, bei der ich mich mit meinen fachlichen und menschlichen Qualifikationen einbringen kann. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bin ich hier sehr gut aufgenommen worden. Mein Vorgänger hat sich Zeit genommen, mich hier im Fachbereich einzuführen. Auch das ist nicht selbstverständlich. Meine Zukunft sehe ich in Mönchengladbach.

DIE FRAGEN STELLTE SEBASTIAN LATZEL.

Quelle: RP
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