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Weeze
Ideen für Wemb: Bürger sind gefragt

Weeze: Ideen für Wemb: Bürger sind gefragt
FOTO: Stade Klaus-Dieter
Weeze. Zwei verschiedene Projektmaßnahmen stehen in den Startlöchern, um die Schönheit Wembs zu erhalten und sogar noch zu verbessern. Eine erste Info-Veranstaltung gewährte einen Blick in die mögliche Zukunft des Ortes. Von Ch. Kellerbach und S. Latzel

"Es wird eine spannende Diskussion: Was wollen wir als Wember eigentlich? Was mögen wir nicht? Was wollen wir erhalten? Und was können wir vielleicht verbessern?" Das fragte Heinz-Theo van Wickeren, Präsident der örtlichen Geselligen Vereine, bei der Bürgerversammlung. Denn nachdem vor einem Jahr der Ideen-Brunch zum Thema "Unser Dorf hat Zukunft" stattfand, "gab es zwar ein paar Aktionen, aber das Ganze ist etwas ins Schleppen geraten", so van Wickeren.

Bei dem Info-Termin im Bürgerhaus stellte Wilhelm Moll-Tönnesen vom Bauamt der Gemeinde Weeze das "Dorfinnenentwicklungskonzept", kurz "Diek", vor. "Dieses wurde von der Gemeinde in Auftrag gegeben. Dabei soll der Ort selbst die Ideen bringen", so Moll Tönnesen. "Ein Planungsbüro ist dann dafür zuständig, die Ideen umzusetzen, aber die Wember haben das letzte Wort."

Einige Initiativen sind in Wemb zur Belebung des Dorflebens schon gestartet worden. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam das Kaufhaus der Wember, das Christiane Welbers vor rund einem Jahr eröffnete. FOTO: Seybert/Stade

Hand in Hand mit dieser Maßnahme geht das grenzübergreifende Interregio-Projekt "Krachtige Kernen / Starke Dörfer", kurz "Krake", unter der Leitung der Hochschule Rhein-Waal und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Arnhem und Nijmegen sowie der FH Münster. Das Konzept dahinter erläuterte Birgit Mosler, die Projektkoordinatorin von der Hochschule Rhein-Waal: "Besonders im ländlichen Raum ist der demographische Wandel ein Problem, aus dem sich die zunehmend schwierigen Lagen für Dörfer und kleine Orte entwickeln. Mit Krake sollen Strukturen aufgebaut werden, um die Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu verbessern. Dabei geht es um verschiedene Punkte wie Nahrung, Energie, Mobilität und mehr. Sie als Wember bestimmen dabei unser Tempo, mit Ihnen setzen wir das um. Es wird nur gefördert, wenn sie bereit sind die Maßnahmen mit eigenen Ideen zu füllen."

Birgit Mosler war auch maßgeblich am Hanselädchen in Grieth beteiligt. Dort ist mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft ein Laden eröffnet worden. Ein Projekt, das es auch in Weeze gibt. In Wemb hat vor einem Jahr das Kaufhaus der Wember (KdW) eröffnet. Auch das war eine Initiative, um das Dorf zu beleben. Inhaberin Christiane Wilbers ist mit der Resonanz bislang zufrieden. "Vor allem ist es total schön, zu sehen, dass der Laden zu einem Treffpunkt geworden ist", berichtet sie. Hier verabredet man sich, trinkt eine Tasse Kaffee, tauscht Neuigkeiten aus dem Ort aus. Eben das, was früher in den "Tante-Emma-Läden" zum Dorfleben dazu gehörte. Die 23-Jährige würde auch sofort bei weiteren Projekten mithelfen, die Wemb nach vorne bringen.

Was genau im Ort passieren soll, wird sich noch zeigen. Nach dem Sommer ist geplant, dorfweit einen Fragebogen zu verteilen, um Ideen, engagierte Bürger und ein generelles Feedback zu sammeln. Nach den Sommerferien geht es am Dienstag, 23. August, mit einer Info-Veranstaltung weiter. Dort werden Workshops vorgestellt, und Anwohner, die sich für ihr Dorf engagieren wollen, können sich dort eintragen.

Gleichzeitig wurde im Publikum die Frage laut, wie man verschiedene "Neu-Wember" dazu bekommen könnte, mitzumachen. Dazu meinte Heinz-Theo van Wickeren abschließend: "Die Eingliederung der Neubürger, die bislang nicht so recht integriert sind, ist sehr wichtig. Der Fragebogen könnte da genauso helfen wie das Arbeiten in verschiedenen Altersgruppen. Wir Wember müssen alle anpacken, damit diese Projekte gelingen!"

Quelle: RP
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