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Weeze
Ideen für Wembs Zukunft gesucht

Weeze: Ideen für Wembs Zukunft gesucht
FOTO: Markus van Offern
Weeze. Welche Themen und Ideen gibt es für die Zukunft im Weezer Ortsteil? Bei einem Bürgerabend mit Ideenwerkstatt werden Wünsche und Sorgen gebündelt. Von Christoph Kellerbach

Wie soll das Dorf im Südwesten von Weeze zukünftig aussehen? Welche Probleme müssen direkt angesprochen und bei welchen muss für die Zukunft vorgeplant werden, um für mögliche Eventualitäten gerüstet zu sein? Diese Fragen wurden am Mittwochabend auf dem Bürgerinformationsabend im Wember Bürgerhaus gestellt. Weezes Bürgermeister Ulrich Francken begrüßte die Gäste: "Ich freue mich, dass auch etliche jüngere Leute gekommen sind, da es um die Zukunft des Dorfes geht. Denn Weeze möchte ein starkes Wemb, das sich entwickelt."

Anschließend wurde eine Zukunftswerkstatt mit den anwesenden Teilnehmern veranstaltet, um eine Übersicht davon zu bekommen, was den Bewohnern am Herzen liegt. Jens Steinhoff vom Planungsbüro "Institut für Regionalmanagement" erklärte dabei die ersten Schritte, die vom "Dorf-Innen-Entwicklungs-Konzept", abgekürzt "DIEK", aufgegriffen werden sollen: "Wir müssen unsere Vorhaben formulieren und Schwerpunkte erarbeiten. Da das 'DIEK' fünf bis sechs Jahre läuft, muss jetzt auch schon über Dinge nachgedacht werden, die erst in fünf Jahren wichtig werden. Wir haben heute eine Leitfrage: Um welche wichtigen Aufgaben müssen wir uns in Wemb kümmern oder weiter kümmern?"

Nach dieser Erläuterung der "DIEK"-Planung ging es dann an den Hauptteil des Abends, die Zukunftswerkstatt. Zuerst fand eine grobe Themensammlung mit allen Anwesenden statt. Viele meldeten sich mit Ideen zu Wort: Die Ortsdurchfahrt soll sicherer gemacht werden. Was ist mit dem Raumbedarf für junge Leute? Kann die leerstehende Kneipe nicht von jemandem übernommen werden? Wie kann der Spielplatz für Kinder attraktiver werden?

Alle Fragen bilden den Übergang zur zweiten Phase des Bürgerabends. In jener überlegten die Wember, strukturiert nach vier Themengebieten und passenden Info-Wänden, was noch so alles für ihr Dorf sinnvoll wäre. Es ging um Dorfleben und Versorgung, Verkehrsführung sowie Energie, das Dorfbild und die Wohnsituation als auch um die Freizeitangebote, den Tourismus sowie den Naturschutz. Eine weitere Plattform gab es für Ideen, die nicht zu den Überthemen passten. Mit Filzstiften und Zetteln ausgestattet notierten die Anwesenden ihre Frage und Anregungen. Dazu gehören: ein Kreisverkehr, die Parksituation im Ort, Aufbau eines Leerstandsregisters für Bauland, eine bessere Verkehrsführung, ein Geldautomat, ein offen zugänglicher Bolzplatz und das Einbinden von Neu-Wembern. Des Weiteren der Naturschutz, die Implementierung von Windkraft und eine größere Sicherheit im Dorf.

Gegen Ende der Veranstaltung wurde ein kurzes Resümee der verschiedenen Themen auf den Info-Wänden gegeben und darauf hingewiesen, wie die "DIEK"-Projekte weiter mit dem Interreg-Projekt "KRAKE - Starke Dörfer" verknüpft werden, das parallel die Aktion und das Dorfgeschehen mit konkreter Umsetzung verschiedener Themen begleitet. Die weiteren Ideen werden altersspezifisch vertieft in folgenden Bürgerabenden: Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 30 Jahre treffen sich am 26. Oktober im Platzhaus, Familien im Alter von 30 bis 55 Jahren am 27. Oktober um 19.30 Uhr im Pfarrheim sowie Senioren 55 plus am 28. Oktober um 18 Uhr ebenfalls im Pfarrheim.

Quelle: RP
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