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Kevelaer
Im Museum: Ein Gefäß für die Hygiene im Mittelalter

Kevelaer. Unter den spätmittelalterlichen Gebrauchsgerätetypen fällt die Gruppe der sogenannten Lavabos auf, die im mittelalterlichen Haushalt die Funktion der Wasserspender übernahmen. Gemeinsam mit einer darunter geschobenen Auffangschüssel, einem Handtuchhalter und einem Handtuch fanden sie bisweilen als Hinweise auf mittelalterliche Hygiene und Reinigungsrituale Eingang in zeitgenössische Abbildungen des Wohninventars.

Das als Kunstwerk des Monats Januar im Kevelaerer Museum vorgestellte Gerät besitzt an beiden Seiten des gedrungenen Gefäßkörpers in Tiermäulern endende Ausgüsse und zum Aufhängen einen halbrunden Bügel mit einem groben Nagel. Der mit kleinen gesimsartigen Schmuckattributen geschmückte Bügel wird von zwei als menschliche Gesichter stilisierten Lagern am Oberrand des sehr stark ausgestellten Gefäßrandes fixiert. Das Lavabo (31 Zentimeter breit und 27,5 Zentimeter hoch) mit einer Öffnung von 17 Zentimetern Durchmesser ist aus Bronze gefertigt, nordmitteleuropäischer Herkunft und wohl im 15. Jahrhundert entstanden. Es stammt aus der Sammlung des verstorbenen Pfarrers Johannes Broel, der dem Museum eine bedeutende Sammlung von Objekten der Kunst, des Kunsthandwerks und der Volksfrömmigkeit vererbte.

Das Museum im Haus Hauptstraße 18 in Kevelaer ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
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