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Rolf Lohmann
Interreligiöse Wallfahrt auf jeden Fall wiederholen

Kevelaer. Der Wallfahrtsrektor zieht eine Bilanz der Premiere für Kevelaer. Religionsgemeinschaften planen gemeinsam.

Wie haben Sie persönlich die erste interreligiöse Wallfahrt in Kevelaer erlebt?

Rolf Lohmann Ich habe sie ganz positiv erlebt. Wir wussten nicht genau, was kam, wir hatten kein Anmeldeverfahren. Es war ein schöner, intensiver Tag. Ich fand es beeindruckend, wie die Religionsgruppen Christen, Juden und Muslime die Zeit gestaltet haben. Und in friedlicher Weise. Das war das Zeichen: Von den Religionen soll Frieden ausgehen. Ich bin dankbar, dass es so möglich war.

Welche Resonanz gab es auf die interreligiöse Wallfahrt?

Lohmann Die war durchweg positiv. Es hieß, wir sollten weiter daran arbeiten. Wir hatten vorher Kontakte, zum Beispiel zu den Muslimen in Marxloh. Hürden lassen sich am ehesten ausräumen, wenn man sich kennenlernt. Wenn man das auf der Ebene der Gemeinden vertiefen kann, ist das der richtige Weg. Wir wollen eine Reflexion machen über den Tag und darüber, wie künftige Treffen gestaltet werden können. Es gab auch ganz praktische Hinweise, zum Beispiel aus der Caritas-Konferenz St. Marien, die unter anderem die Länge oder Sitzmöglichkeiten betrafen.

Die Teilnahme von Hindus an der interreligiösen Wallfahrt war angekündigt, doch es war niemand dabei. Warum?

Lohmann Ein Hindu-Priester aus Uentrop hatte sich angekündigt. Wir wissen bis heute nicht, warum er nicht kam. Wir haben wegen der Tamilen-Wallfahrt gute Bindungen zu den Hindus. Da müssen wir mal nachhaken. Vielleicht ist es für die Kontakte gut, wenn wir den Tempel in Uentrop besuchen.

Hätten Sie sich mehr als einen jüdischen Repräsentanten gewünscht?

Lohmann Mehr wäre schön gewesen. Doch für mich war das Zeichen das Wichtigere. Und dann die Frage: Wie bauen wir darauf auf? Wir kommen wir als Gemeinschaften stärker zusammen? Dafür muss man Kontaktpflege betreiben.

Wird es eine Wiederholung der interreligiösen Wallfahrt geben? Wenn ja, wann?

Lohmann Davon gehe ich fest aus. Es ist noch offen, in welchem Turnus. Wir setzen uns als Religionsgemeinschaften zusammen und planen.

MICHAEL KLATT STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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