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Heimat genießen in Weeze
"Jan an de Fähr" bereit für mehr Paddler

Heimat genießen in Weeze: "Jan an de Fähr" bereit für mehr Paddler
Unternehmer Daniel van Bonn (33) bereitet sich bei "Jan an de Fähr" auf die Wassertourismus-Saison vor. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Weeze. Bis zu 800 Wasserfreunde kann der "Kesseler Bootsverleih" an der Ortsgrenze zu Weeze pro Tag auf die Niers bringen. Mitte Mai beginnt die Saison, kurz darauf steht auch ein Erlebnispädagoge für Gruppenaktivitäten zur Verfügung. Von Anja Settnik

In und an der traditionsreichen Gaststätte an der Grenze von Goch und Weeze herrscht schon einiger Betrieb. In wenigen Wochen wird der Zulauf noch ein ganz anderer sein, denn dann beginnt die Kanusaison, und "Jan an de Fähr" wird eines der niederrheinischen Wassertourismus-Zentren. Daniel van Bonn, Unternehmer aus Geldern, hat das Restaurant vor einem Jahr nach halbjährigem Leerstand wieder eröffnet und weiß, welches Potenzial der Ort bietet. Den "Kesseler Bootsverleih" hatte der 33-Jährige schon vor acht Jahren vom vorherigen Betreiber übernommen, vor sechs Jahren dann die "Gocher Bucht" im Stadtpark angelegt und jetzt einen weiteren Kanuverleih aus Sonsbeck seiner Firma zugeschlagen. Wer dann noch bedenkt, dass van Bonn auf dem Gelände des Walbecker Freibades das "Tipi-Dorf" betreibt, der erkennt, dass es sich um eine echte Unternehmerpersönlichkeit handelt. Kein Wunder: Er hat bei Unterhaltungsprofi und Puppenspieler Heinz Bömler Veranstaltungskaufmann gelernt.

Wenn die Paddelsaison am 14. April wieder startet, werden die Fans des gemütlichen Niers-Bootfahrens einen weiteren Service nutzen können: "Wir errichten auf der Wiese neben dem Restaurant einen Kiosk, wo die Paddler Pommes, Currywurst, Cola und Eis bekommen können", erzählt van Bonn. Denn in kurzen Hosen und verschwitztem T-Shirt möchte nicht jeder gern auf der Restaurant-Terrasse Platz nehmen. "Es wird keine Sichtbarriere geben, aber die Bereiche werden schon ein wenig voneinander getrennt", sagt der Jan-an-de-Fähr-Chef. An schönen Tagen ist natürlich auch ordentlich was los im Paddelzentrum: "Wir können bis zu 800 Leute aufs Wasser schicken." Auch die in der Region "berühmte" Handkurbelfähre ist wieder in Betrieb.

Zum 1. Mai wird ein Erlebnispädagoge eingestellt, der mit Schülern, Familien oder auch für Betriebe nach Anmeldung Gruppenaktivitäten organisiert. Unter anderem ist von Bogenschießen und Axtwerfen die Rede. Die Gaststätte ist nach wie vor mit umfangreicher Außenbestuhlung ausgestattet, drinnen gibt es zum Teil neue Möbel, im hinteren Teil ist "Jan an de Fähr" aber geblieben, wie es Besucher seit Generationen schätzen: rustikal und gemütlich. Noch uriger geht es im Sommer an Bierzelttischen auf der Wiese zu, wenn der Holzkohlegrill angeschmissen wird.

Zum Oster- oder Spargelbuffet und beim Cocktail-Abend geht es dann etwas feiner zu. Auf der Terrasse (350 Plätze, für Veranstaltungen weit mehr möglich) werden bald wieder Palmen, Bananen- und Ölbäume aus dem Niederrhein-Fluss ein nahezu mediterranes Plätzchen machen.

Quelle: RP
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