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Kevelaer
Jugend lädt Papst nach Kevelaer ein

Kevelaer. Eine Gruppe aus der Marienstadt hat bei einem Besuch in Rom eine Kopie des Gnadenbildes vom Heiligen Vater segnen lassen. Drei Jugendliche hatten zudem die Möglichkeit, Franziskus persönlich zu treffen. Von Sebastian Latzel

Wer weiß? Wenn Papst Franziskus eines Tages Kevelaer besucht, kann es vielleicht mit der Einladung von Jonas Koenen zusammen hängen. Der 18-Jährige gehörte nämlich zur Gruppe aus Kevelaer, die am Wochenende Rom besuchte, um dort die Kopie des Gnadenbildes segnen zu lassen. Mit 39 Personen waren die Kevelaerer in die Ewige Stadt gefahren, 18 davon waren Jugendliche.

Und drei von ihnen sollten die Gelegenheit bekommen, bei einer Privataudienz den Papst persönlich zu treffen. Um allen Jugendlichen die gleiche Chance zu geben, ließ Kaplan Christoph Schwerhoff das Los entscheiden. Schließlich fiel die Wahl auf Guilia-Fily Reykers, Nell-Daria Tuszkowski und Jonas Koenen. "Ich habe gedacht: Cool, jetzt habe ich die Chance, den Papst zu treffen", berichtet der Jugendliche. Er sei gläubig, habe engen Kontakt zur Kirche. "Den Papst zu treffen, ist da schon etwas Besonderes, diese Gelegenheit hat nicht jeder."

Zusammen mit weiteren Gästen der Privataudienz wartete das Trio aus Kevelaer, bis die Gruppe zum Papst geführt wurde. Der nahm sich am Ende des Gottesdienstes auf dem Petersplatz Zeit, mit jedem einige persönliche Worte zu wechseln. "Er hat uns auf Deutsch begrüßt und nach unseren Namen gefragt", berichtet der 18-Jährige. Der Papst sei freundlich und sehr herzlich gewesen. Die Jugendlichen überreichten ihm ein Schieferkreuz als Geschenk. "Diese Situation war ein großartiges Gefühl. Es war schon heftig, da plötzlich dem Papst gegenüberzustehen", berichtet Jonas Koenen, der kurzerhand den Papst einlud, Kevelaer zu besuchen. Schließlich steht im kommenden Jahr das Jubiläum der Wallfahrt an. Und was hat der Papst geantwortet? "Er hat auf jeden Fall genickt", sagt Jonas Koenen, der diesen Besuch so schnell nicht vergessen wird. "Beeindruckend war vor allem, von da oben die ganzen Menschen auf dem Petersplatz zu sehen. Da merkst du, dass Kirche nationenübergreifend ist, dass Frieden zwischen den verschiedenen Völkern funktioniert."

Dass es die Jugendlichen waren, die Kevelaer vor allem in Rom vertraten, findet Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann eine wunderbare Sache. Es sei ausdrücklicher Wunsch gewesen, dass junge Menschen kommen sollten. Nach Rom waren zum Gottesdienst am Samstag Marienwallfahrtsorte aus der ganzen Welt eingeladen. Über 100 waren gekommen, aus Deutschland waren Kevelaer und Altötting vertreten. In einer Prozession trugen die Jugendlichen aus Kevelaer in blauen T-Shirts mit dem Jubiläumslogo die Kopie des Gnadenbildes vor den Altar. Das war nicht die einzige gut sichtbare Werbung für die Marienstadt. Auf dem Petersplatz wurde auf Großleinwand auch ein Film über Kevelaer gezeigt.

Lohmann freute auch, dass mit Sophia Haesters eine Jugendliche aus Kevelaer die Fürbitte auf Deutsch in dem Gottesdienst verlesen durfte. Am Ende des Gottesdienstes segnete der Papst vor 30.000 Gläubigen die verschiedenen Gnadenbilder. Das Bild aus Kevelaer gehörte zu den kleinsten. "Es ist immer wieder wunderbar, zu sehen, welch große Ausstrahlung das kleine Bild hat", sagt Lohmann.

Quelle: RP
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