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Kevelaer
Junge Blasmusiker zeigen ihr Können

Kevelaer. Der Winnekendonker Musikverein hatte zum Kinder- und Jugendkonzert geladen. In der Begegnungsstätte am Alten Markt holten sich die Nachwuchsmusiker Bühnenerfahrung. Von Matthias Riemen

Querflöte und Horn, Trompete und Posaune: Am Sonntagnachmittag stand Winnekendonks Blasmusik-Nachwuchs im Fokus. Der Winnekendonker Musikverein hatte zum Kinder- und Jugendkonzert in die Begegnungsstätte am Alten Markt eingeladen.

Neben Freunden des Winnekendonker Musikvereins kamen vor allem Eltern und Großeltern der jungen Musiker in die Begegnungsstätte, um bei Kaffee und Kuchen den Resultaten der vergangenen probenreichen Wochen zu lauschen. 15 Schüler der Ausbildungsgruppe 2011 machten den Anfang. Neben Orchesterdarbietungen von "Smoke On The Water" oder "Trumpet Voluntary" wurden auch Soli und Kleingruppenstücke präsentiert. Dabei moderierten die jungen Nachwuchstalente ihre Stücke selbst an.

Im Anschluss folgten die jüngsten Mitglieder des Winnekendonker Vereins: die Ausbildungsgruppe 2014, die erst seit wenigen Monaten probt. Neun Schüler im Alter von acht bis zehn Jahren spielten nicht nur "Mission Impossible" und "La Cucaracha". Den Taktstock schwang Dirigent Hans-Gerd Stienen.

"Das Kinderkonzert soll unseren Nachwuchsmusikern vor allem die Angst nehmen, auf der Bühne zu stehen", berichtet der Vorsitzende Markus Aben. "Hier können sie in harmonischer Atmosphäre und ohne übertriebenen Leistungsdruck ihr Erlerntes präsentieren." Seit rund 15 Jahren forciert der Musikverein diese Form der Nachwuchsarbeit, die zurzeit von Leoni Selders und Dirk Verhouven koordiniert wird. Geübt wird von Beginn an auch in Orchesterformation, um das später in der großen Gruppe unentbehrliche Zusammenspiel zu lernen.

Ganz zu Beginn der Ausbildung können sich die Kinder in einem mehrwöchigen "Instrumentenkarussell" selbst ausprobieren, um sich dann für ihr Wunschinstrument zu entscheiden. Bei den Jungs ist traditionell die Trompete sehr beliebt, die Mädchen spielen oft Klarinette.

"Das Ausbildungssystem funktioniert wunderbar und der Verein hat keine Nachwuchsprobleme", freut sich Aben. 60 Musiker spielen aktuell im großen Orchester - der Altersdurchschnitt liegt bei gerade mal 27 Jahren.

Für die Kinder der jüngsten Ausbildungsklasse war das Konzert am Sonntag der erste Bühnenauftritt überhaupt. Teils sichtlich nervös meisterten sie ihre Stücke bravourös.

Die Nerven behalten müssen sie auch, wenn in drei bis vier Jahren die erste große Prüfung ansteht: das Musikerleistungsabzeichen in Bronze, das vom Blasmusikverband NRW verliehen wird. "Dann wird nicht nur das Musizieren, sondern auch Theorie und Gehörbildung abgeprüft", weiß Markus Aben zu berichten.

Quelle: RP
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