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Kevelaer
Kanu-Saison: Die Niers neu entdecken

Kevelaer: Kanu-Saison: Die Niers neu entdecken
Daniel van Bonn, 1. Vorsitzender des Vereins Wassertourismus und gleichzeitig Leiter des Kesseler Bootsverleihs in Walbeck, mit einem Paddelboot, das er aus dem "Winterschlaf" geholt hat. Im Hintergrund die Fähre bei "Jan an de Fähr", einer der Verleih-Stationen. FOTO: gerhard seybert
Kevelaer. Der Frühling naht mit großen Schritten. Ein guter Grund, mal wieder die Wasserwege der Niers zu erkunden. Paddel-Experte Daniel van Bonn gibt Tipps und Infos für die Saison, die Mitte April beginnt und Ende Oktober endet. Von Christoph Kellerbach

Das fiese Winterwetter verzieht sich langsam, und der Frühling klopft schon an die Tür. Nach den vorangegangenen grauen Monaten bietet es sich jetzt wieder an, die Natur zu genießen. Passend dazu startet am Mittwoch, 15. April, die Paddelsaison.

Warum genau dann? "Das wurde festgelegt durch den Niersverband und den Wassertourismus e.V., um die Natur und die Tiere der Niers zu schützen", erklärte Daniel van Bonn, der 1. Vorsitzende des Wassertourismus-Vereins. und gleichzeitig der Leiter des Kesseler Bootsverleihs in Walbeck. Bereits seit Januar sind vereinzelt Buchungen bei ihm eingetrudelt, aber "der richtige Andrang beginnt ab dem Mai", erklärt der Experte.

Doch warum sollte man sich überhaupt ein Schlauchboot, Kanu oder dergleichen schnappen und das Gelderland auf seinen Wasserwegen erkunden? Van Bonn schmunzelt und sinniert darüber, "dass ich persönlich dazu in letzter Zeit leider immer weniger komme. Aber es ist eben einfach toll, weil man die Natur erlebt, an der frischen Luft ist und sich gleichzeitig auch noch körperlich betätigt. Obwohl man sich sogar einfach treiben lassen und doch an seinem Ziel ankommen kann." Zusätzlich ist die Niers mit ihrem niedrigen Wasserstand und geringer Strömung leicht zu befahren. Die beliebtesten Routen sind die Wege von Geldern bis nach Kevelaer und von Weeze über "Jan an de Fähr" bis hin nach Goch. Neulinge bekommen eine kleine, fünfzehnminütige Einweisung, und dann geht es ab in zum Paddelabenteuer. "Selbst wenn man kentern und ins Wasser fallen sollte, hat man eine Schwimmweste an und kann eigentlich überall stehen, weil die Niers so flach ist", weiß Experte van Bonn.

Die Niers selbst verändert von Jahr zu Jahr immer ein klein wenig ihr Aussehen, denn um mehr Regen aufnehmen zu können wird sie aufgewertet. Das heißt, dass mehr Kurven in den Verlauf gemacht werden, um das Wasser aufzufangen. So lohnt es sich Jahr für Jahr, auch bekannte Wege noch einmal zu bereisen, um zu schauen, wie sich die Niers-Windungen im Gelderland im Detail verändert haben.

Die Planung eines Ausflugs braucht man nicht sonderlich weit im Vorfeld zu erledigen. "Zwar ist es besonders an dem Wochenende vor den Ferien immer sehr voll", so Daniel van Bonn. "Doch ansonsten genügt eigentlich ein Anruf morgens um acht Uhr, um noch am selben Tag das Abenteuer auf der Niers zu starten." Dabei müssen Paddelwillige keine Sorge haben, dass die Wasserwege eines Tages voll sind. Allein van Bonns Kesseler Bootsverleih kann rund 420 Menschen auf einmal auf die Reise bringen, "aber es ist noch nie vorgekommen, dass die Niers überfüllt war". Gerade wenn die Tage nun wärmer werden, ist eine Reise im Kajak oder Schlauchboot eine willkommene und abkühlende Abwechslung zu anderen Aktivitäten.

Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bezahlt etwa für den Weg von Weezes Gaststätte "Jan an de Fähr" bis nach Goch rund 44 Euro und muss sich um nichts kümmern. Das Anliefern und Einführen in die Materie übernimmt komplett der Bootsverleih. Und alle, die noch auf das richtig warme Wetter warten wollen, haben auch Glück, denn die Paddelsaison geht schließlich in diesem Jahr noch bis Samstag, 31. Oktober. Mehr Informationen zum Kesseler Bootsverleih gibt es unter "www.kesseler-bootsverleih.de".

Quelle: RP
 
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