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Kevelaer
Karnevalszug: Stadt offen für einen Nachholtermin

Kevelaer. Die Verwaltung prüft den Antrag des VFR Kevelaer. Auch die Frage nach Zusatzkosten muss geklärt werden. Von Sebastian Latzel

Viele Jecken bedauern, dass der Rosenmontagszug in Kevelaer ausgefallen ist. Die Wagenbauer hatten monatelange Arbeit in ihre närrischen Gefährte gesteckt, die dann aber gar nicht fahren durften. Doch es gibt durchaus Hoffnung, dass es noch einen Ersatztermin für den Zug geben kann. Wie berichtet, haben die Organisatoren des VFR Kevelaer bereits einen Antrag an die Kommune gestellt, den Zug nachzuholen.

"Grundsätzlich stehen wir diesem Wunsch positiv gegenüber", sagte Ludger Holla vom Ordnungsamt der Stadt gestern. Jetzt müssten erst einmal eine Reihe von Dingen geprüft werden. Unter anderem geht es darum, einen Termin zu finden. Daher werde es dazu auch Gespräche mit der Kirche geben. Aber es habe ja vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bereits die Aussage gegeben, dass gegen einen Zug am Fastensonntag nichts spreche. Denn diese Tage sind von der Fastenzeit ausgenommen.

Auch der organisatorische Rahmen mit Sicherheitskonzept und ähnlichem muss abgeklärt werden. Und nicht ganz unwichtig ist auch die Frage nach den Kosten. "Wenn für einen Ersatzzug zusätzliches Geld bereitgestellt werden müsste, ist das dann auch eine Sache, die der Rat entscheiden müsste", sagt Holla.

Die Frage wäre beispielsweise auch, ob es dann wieder eine Jugenddisco geben würde. Die Veranstaltung ist von der Stadt mit organisiert und auch finanziell erheblich unterstützt worden. 15.000 Euro waren dafür veranschlagt. Wie viel von dieser Summe jetzt bezahlt werden muss, ist noch offen. "Wir müssen erst einmal die Abrechnung abwarten", sagt Sozialdezernent Marc Buchholz. Auch er betont, dass eine Wiederholung der Disco eben vor allem eine Kostenfrage sei.

Die Disco war am Montag abgesagt worden, weil Windstärken von 7 bis 8 vorausgesagt waren. Da Zelte als so genannte "fliegende Bauten" gelten, dürften sie ab Windstärke 7 nicht mehr betrieben werden, so Ludger Holla. Daher habe man entschieden, die Disco ausfallen zu lassen.

Da die Veranstaltung für Jugendliche ab 14 Jahren zugelassen war, habe man sich bereits früh für eine Absage entschieden. "Wir hätten die Disco nicht einfach so abbrechen können, da ja viele Minderjährige im Zelt gewesen wären", erläutert Vanessa Freienstein vom Jugendamt. Dann wäre die Frage gewesen: Wie kommen die Jugendlichen nach Hause? Die Eltern hätten sich schließlich darauf verlassen, dass ihre Kinder dort bis zu einer bestimmten Zeit feiern könnten. Aus diesen Gründen habe man rasch bekanntgemacht, dass es keine Party geben würde. "Natürlich bedauern wir das auch, aber eigentlich hatten alle dafür großes Verständnis", meint Vanessa Freienstein.

Um klare Verhältnisse zu schaffen, sei das Zelt auch schon sehr früh abgebaut worden. So war dann für alle sichtbar, dass es keine Hoffnung auf eine Disco mehr gab.

Quelle: RP
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