| 00.00 Uhr

Kevelaer
Kerpenkate sucht Unterstützer für Kevelaerer Kinder in Not

Kevelaer. Der Bürgermeister bringt es auf den Punkt. "Es ist nicht so, dass es in Kevelaer allen gut geht", sagt Dr. Dominik Pichler. Deswegen gibt es die Kerpenkate-Stiftung. Die Gründer haben es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen in Not zu helfen. "Schnell und unbürokratisch", fasst Karl Aengenheyster, Vorsitzender der Kerpenkate-Stiftung, die Vorteile zusammen. Janine Luebeck vom Jugendamt der Stadt Kevelaer nennt Beispiele aus ihrem Berufsalltag. "Da geht es um einen leeren Kühlschrank, der gefüllt werden muss, oder Schulbücher, die ohne Hilfe nicht bezahlt werden können."

Bekannt ist auch, dass die Kerpenkate-Stiftung Kinder und Jugendliche finanziell unterstützt, die eine besondere künstlerische oder musische Begabung haben. Hauptziel sind sozial schwache Familien mit Kindern, die mit Zuschüssen oder Darlehen unterstützt werden. "Das sind kleinste Beträge, die helfen, über die Runden zu kommen, ohne ins Pfandhaus gehen zu müssen", so Marc Buchholz (Stadt).

Mit Geldern der Kerpenkate-Stiftung werden seit Jahren auch Ferienmaßnahmen für Kinder mit Schwerst- oder Mehrfachbehinderung unterstützt. Aufgrund der aktuellen Situation hat sich ein weiteres Themenfeld eröffnet. "Flüchtlinge sind ein Thema, das viele Menschen bewegt", sagt Buchholz. Auch darunter sind Kinder und Jugendliche, die Hilfe brauchen. Mit Mitteln aus der Stiftung konnten Janine Luebeck und ihre Kollegin Birgit Heckens Ausflüge mit jungen, unbegleiteten Flüchtlingen machen. Es war kein Dienstbesuch ihrerseits, kein Treffen, auf dem ein Dolmetscher zwischengeschaltet war, sondern einfach nur die beiden Mitarbeiterinnen der Stadt Kevelaer und die Jugendlichen in einer Freizeitsituation. "Wir haben die jungen Menschen auf eine ganz andere Art kennen gelernt, Verständnis füreinander geschaffen", erklärt Janine Luebeck, auch wenn die Verständigung selbst mit Händen und Füßen vor sich ging. "Aber diese Erfahrung hat uns die weitere Arbeit sehr erleichtert", sagt die Fachfrau. 22 unbegleitete Jugendliche leben aktuell in Kevelaer. Auch in Zukunft will die Kerpenkate-Stiftung jungen Menschen beim Weg ins Leben helfen. "Wir suchen Unterstützung von außen", sagt Aengenheyster. Die Stiftung ist übrigens als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt, das bedeutet, wer spendet, erhält auch eine Spendenquittung.

Kontakt: Karl Aengenheyster (Telefon 02832 404298) und Heinz Lamers (Telefon 02832 4553).

(bimo)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kevelaer: Kerpenkate sucht Unterstützer für Kevelaerer Kinder in Not


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.