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Kevelaer
Kervenheimer zaubern Freude in die Kälte

Kevelaer: Kervenheimer zaubern Freude in die Kälte
Der Festplatz war rasch eine ziemliche Matschlandschaft. Aber die Besucher ließen sich die Stimmung nicht trüben. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Mochten die Wege auch matschig sein und das Wetter zwischendurch ungemütlich: Die urige Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt, den die Organisatoren zum vierten Mal auf die Beine gestellt haben, sorgte für heimeliges Gefühl. Von Anne Klatt

Der aufgetaute Schnee weichte teilweise schon den erdigen Untergrund zu Matsch auf, als am Samstag der vierte Kervenheimer Burgzauber seine Pforten öffnete. Doch flinke Helfer hatten bald Holzspan und Sägemehl verteilt, um den Besuchern ein möglichst bequemes Bummeln über den Platz zu ermöglichen.

"Alle packen hier mit an", freute Andreas Janssen vom Organisationsteam sich über die Hilfsbereitschaft der Dorfbewohner. Denn an dieser Aktion, dem Weihnachtsmarkt, sind alle zwei Jahre alle beteiligt. Organisiert wird das Spektakel von der evangelischen Kirchengemeinde, dem "Wir für Kervenheim"-Dorfmarketing und dem Heimat- und Verschönerungsverein. "Die Aussteller kommen auch zu 90 Prozent alle aus dem Ort", resümiert Janssen die Anmeldungen.

Verkauft wurden ausschließlich selbst gemachte weihnachtliche Produkte wie etwa Schmuck aus Aluminium, feine Holzprodukte oder hausgemachte Marmelade und edle Tropfen. Rund dreißig Stände konnte das Organisationsteam versammeln, alle Aussteller verkauften dabei auf Hobbybasis, "nichts Professionelles", betonte auch Janssen.

Originelle Ideen waren an jedem Stand zu finden. Der Kindergarten St. Antonius etwa war mit pfiffigen Kreationen aus Alltagsgegenständen mit von der Partie, wie beispielsweise Krönchen-Kerzenhaltern aus Konservendosen. Auch die gehäkelten Einhörner und Minions von "Ninas Häkelchen" lockten die Besucher an.

Janina Vogl, die die Tierchen in Vorbereitung auf dieses Wochenende im Laufe der vergangenen zwei Jahre gehäkelt hat, freute sich, dieses Jahr Teil des Weihnachtsmarktes in Kervenheim sein zu dürfen. "Die Atmosphäre hier ist einfach schön. Die vielen freiwilligen Helfer, der gute Zweck dahinter, das ist alles schon absolut einmalig", lobt sie die familiäre Stimmung, für die der Weihnachtsmarkt bekannt ist.

Das historische Ambiente kam bei allen Besuchern gut an. Im Hellen brachte der liegengebliebene Schnee die richtige winterliche Stimmung mit, zur Dämmerung sorgten die aufgestellten Öllampen und Feuerkörbe für Gemütlichkeit.

Für den kulinarischen Hochgenuss sorgten die Mitglieder vom Heimatverein, die eifrig Reibekuchen, Waffeln und Co. buken. Bei einer Tasse Glühwein oder - für die etwas experimentierfreudigeren Besucher - Kaffeewein bot sich genügend Gelegenheit für einen netten Plausch oder auch einfach zum Genießen des urigen Ambientes.

Den Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes bildete auch dieses Jahr die Bühne unter der alten Kastanie im Burghof. Verschiedene Gruppen hatten ein stattliches Programm für die musikalische Untermalung ermöglicht.

So durften die Kervenheimer sich am Samstag unter anderem an einer Darbietung des St.-Antonius-Kindergartens, an den Carol Singers oder dem Saxofon-Quartett "Musik-4-Sax" erfreuen.

Den Abschluss bildete die Querflötenspielerin Annika Letford. Am Sonntag machte die Blaskapelle "Kleug Zatt" aus Lottum Halt in Kervenheim und wurde von den Kindern der St.-Norbert-Grundschule abgelöst.

Den feierlichen Abschluss des diesjährigen Kervenheimer Weihnachtsmarktes bildete ein kleines Orgelkonzert in der St.-Antonius-Kirche.

Quelle: RP
 
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