| 16.46 Uhr

Kevelaer/Essen
Grippevirus könnte Auslöser für Tod der Achtjährigen gewesen sein

Feuerwehr überprüft ehemaliges Militärgelände in Kevelaer
Feuerwehr überprüft ehemaliges Militärgelände in Kevelaer FOTO: Guido Schulmann
Kevelaer/Essen. Aus bislang unklarer Ursache ist am Ostersonntag ein achtjähriges Kind in einem Klinikum in Essen gestorben. Das ehemalige Militärgelände, auf dem die Familie des Kindes lebt, wurde umfangreich nach Giftstoffen untersucht.

Angaben der Feuerwehr zufolge hatte die Achtjährige bereits in den vergangenen Tagen mit ungeklärtem Krankheitsbild im Krankenhaus gelegen und war schließlich nach Essen verlegt worden. Am Sonntagabend starb das Mädchen. Auch die fünf Geschwister des Kindes sind in ärztlicher Behandlung. 

Ärzte diagnostizieren Grippevirus

Nach weitergehenden Untersuchungen diagnostizierten die Ärzte bei den Geschwistern, die auf einer Isolierstation behandelt werden, einen Grippevirus. Möglicherweise war der Virus auch Auslöser, der später zum Tod der Achtjährigen führte. Gesicherte Ergebnisse werden erst nach den gerichtsmedizinischen Untersuchungen vorliegen.

Um zu klären, woran die Kinder erkrankt sind und ob sie möglicherweise mit gefährlichen Stoffen in Berührung kamen, wurde zunächst das Haus der Familie, das auf einem ehemaligen Militärgelände in Kevelaer liegt, untersucht. Dort gibt es auch eine Ferienanlage. Die Familie des Mädchens soll dort aber dauerhaft leben.

"Die Ergebnisse der Messungen waren negativ"

Auf dem Gelände haben Einsatzkräfte der Feuerwehr mehrere Proben entnommen, um atomare, chemische und biologische Stoffe auszuschließen. "Die Ergebnisse der Messungen waren negativ", bestätigte ein Feuerwehrsprecher unserer Redaktion. Gegen 10.30 Uhr konnte so der Einsatz im Traberpark abgeschlossen werden. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Eine Obduktion soll nun die Todesursache des Mädchens klären. Die Kriminalpolizei ist eingeschaltet. 

(isf)
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