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Kevelaer
Kevelaer soll die Hüls ganz neu erleben

Kevelaer: Kevelaer soll die Hüls ganz neu erleben
Organisatoren Partner der "Atempause im August" testeten schon mal den Sandstrand. RP-Foto: Markus van Offern FOTO: und
Kevelaer. Das Gelände, auf dem der Pilger- und Solepark entstehen soll, hat sich in einen kleinen Sandstrand verwandelt. Den ganzen August über gibt es verschiedene Angebote. Ziel ist, die Bürger für das Areal zu begeistern. Von Sebastian Latzel

Über das Großprojekt auf der Hüls wird viel gesprochen. Es ist in der Bevölkerung nicht unumstritten: Konkurrenz zu Innenstadt und Wallfahrt, ein Angebot nur für Touristen, Gradierwerke seien nicht zeitgemäß - so lauten immer wieder die Vorwürfe. Es scheint fast so, als "fremdle" mancher Kevelaerer noch mit dem Projekt.

Verwaltung und Wirtschaftsförderung sind von dem Gesundheitspark aber weiter überzeugt. "Das ist eine echte Chance für ganz Kevelaer", betont Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns. Und um den Kevelaerern schon mal einen Eindruck zu verschaffen, wie sich die Hüls "anfühlt", wird es im August einen ganzen Monat lang ein Angebot auf dem Gelände geben. "Atempause im August" ist das Programm überschrieben. "Wir wollen den Bürgern schon einmal einen Eindruck verschaffen von dem, was hier möglich ist", sagt Bruns. Es gehe darum, sich touristisch jung und modern aufzustellen. Der Park sei später eben gerade nicht nur für Touristen gedacht, sondern solle auch ein attraktives Angebot für die Kevelaerer Bevölkerung sein. "Das ist hier zentrumsnah, ein idealer Standort, das wollen wir den Bürgern zeigen."

Ganz wichtig ist, so Bruns, zu betonen, dass der Sole- und Pilgerpark auf keinen Fall als Konkurrenz zur Wallfahrt gedacht ist. Das Zentrum der Pilgerstadt bleibe weiter der Kapellenplatz. Es sei vielmehr eine sinnvolle Ergänzung. Diese Verbindung wird auch dadurch deutlich, dass das "Offene Singen" des August-Programms im Forum Pax Christi stattfindet. Alle sind dann dazu eingeladen mitzusingen, anschließend geht es zur Basilika, wo der Bürgerchor dann auch in ein Konzert eingebunden wird. Womit St. Marien Teil des Programms wird.

Gesundheit, Entschleunigung sind die Stichworte, um die es bei dem Programm auf dem Hüls-Gelände gehen soll. Das sportliche Angebot reicht von Tai-Chi und Yoga bis hin zu Kneipptag und der Aufführung der Oper Nabucco. Für das richtige Urlaubsfeeling sorgt ein Sandstrand, für den die Kieswerke Welbers mehrere Tonnen schönen hellen Sand abgeladen haben. "Die Leute sind eingeladen, hier auch außerhalb des Programms zu entspannen, die Hüls zu erleben", erläutert City-Managerin Nicole Wagener. Liegen und Hollywood-Schaukel können genutzt werden. Bis auf die Oper sind alle Angebote kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig, jeder kann spontan kommen. Das Team der Stadt ist immer als Ansprechpartner mit einem Infostand vor Ort.

Zahlreiche Partner sind mit im Boot, die von der Idee angetan sind. Beispielsweise der Kneippverein, der später auch in die Konzeption des Pilger- und Soleparks einbezogen werden soll.

Bei der Vorstellung des Programms gab es spontan noch Ideen zur Ergänzung. So will das Therapiezentrum Bol und Greuel für den Abschluss die Beachsoccer-Nationalmannschaft auf die Hüls holen. Rewe und Edeka sagten zu, auch noch ein Grillfest zu organisieren. Spontane Initiativen, die Nicole Wagener freuten, weil sie zeigen, wie das Projekt lebt und dass es von vielen angenommen wird.

"Der Park auf der Hüls ist eine echte Chance für Kevelaer, die sollten wir nutzen", betont Wirtschaftsförderer Bruns.

Quelle: RP
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