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Kevelaer
Kevelaer sperrt Plätze für "Travellers"

Kevelaer. Die irischen Landfahrer werden wieder erwartet. Die Stadt wappnet sich. Von Sina Zehrfeld

Die Stadt Kevelaer bereitet sich auf die Rückkehr der irischen Landfahrer vor. Die hatten bekanntlich angekündigt, zu Mariä Himmelfahrt - das ist Dienstag, 15. August - wiederzukommen.

"Wir wollen, dass Situationen wie die am Europaplatz nicht mehr entstehen", sagt Bürgermeister Dominik Pichler. Wenn sie kommen, dann sollen die "Irish Travellers" sich mit ihren Caravans und Wohnwagen an die Delbrückstraße stellen; das ist eine Sackgasse im Gewerbegebiet Süd. Drei Flächen werden ab Sonntag für größere Fahrzeuge oder sogar vollständig gesperrt. So wird der Europaplatz komplett abgeriegelt. Die Parkplätze Am Schenken und an der Hüls werden so präpariert, dass nur noch Pkw darauf können.

"Wir können nicht alle Parkplätze dichtmachen, aber die, die die Iren schon mal angefahren haben", erklärt Pichler die Auswahl. Die Delbrückstraße wiederum sei nicht völlig abgelegen, aber auch nicht so zentral, dass viele Bürger sich gestört fühlen müssten: "Da gibt es eigentlich keine Anwohner."

Wie viele Landfahrer womöglich zu erwarten sind, und wann genau sie kommen werden, das sei nicht einzuschätzen. "Die kündigen sich ja nicht an", macht Pichler klar. Man setze aber darauf, dass frühestens Sonntag welche da sind - also erst nach der Tamilen-Wallfahrt. Und, dass sie am Mittwoch wieder gehen.

Der Bürgermeister warnt vor der Haltung, die irischen Reisenden rundum abzulehnen. "Vom Grundsatz her sind das Gäste. Möglicherweise problematische Gäste", sagt Pichler. "Die hinterlassen viel Schmutz, die benehmen sich manchmal daneben." Aber es stehe einer Wallfahrtsstadt nicht gut zu Gesicht, sich zu verschließen - erst recht nicht, wenn Besucher aus religiösen Gründen kämen.

Störungen werde man aber nicht dulden, versicherte Pichler. Sollte es Probleme geben, "dann werden wir uns das Spektakel nicht lange angucken". Man werde die Gruppe dann schnell aus der Stadt verweisen; die nötige Stärke habe Kevelaer schon demonstriert. Die Verwaltung hoffe aber, dass das nicht nötig sei. So unbequem die Travellers auch sein könnten - in der Vergangenheit hätten sie sich an Absprachen gehalten.

Quelle: RP
 
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