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Kevelaer
Kevelaers Grüne murren über die SPD

Kevelaer. Öko-Partei wollte eigentlich einen gemeinsamen Kandidaten. Aufstellung von Pichler am 22. April.

Die Entscheidung der Kevelaer SPD, ihren Mitgliedern Dominik Pichler als Bürgermeisterkandidaten zu empfehlen, hat insbesondere bei den Grünen für Verstimmung gesorgt. Etwas vorsichtiger möchte es offiziell Ulrich Hünerbein-Ahlers ausdrücken: Man sei "überrascht".

Denn eigentlich hatten die Oppositionsparteien in der Wallfahrtsstadt ja nach einem gemeinsamen Kandidaten Ausschau gehalten. Die Beigeordnete, die sich zunächst interessiert gezeigt hatte (die RP berichtete), war jedoch abgesprungen. Statt sich mit KBV, FDP und Grünen über das weitere Vorgehen auszutauschen, hatte die SPD unvermittelt einen eigenen Bewerber vermeldet.

"Wir nehmen zur Kenntnis, dass die SPD nun jemanden hat, wir werden jedoch keine Wahlempfehlung geben", sagt Hünerbein-Ahlers Einen dritten Kandidaten ins Spiel zu bringen mache auch keinen Sinn. Er hoffe, dass die grüne Klientel entweder "das kleinere Übel" wählen oder aber einen leeren Wahlzettel abgeben, in jedem Fall aber zur Wahl gehen werde.

Für Ulrich Hünerbein-Ahlers schwierig: Wer seine Stimme nicht dem CDU-Bewerber geben wolle, habe als Alternative nur einen, der für Gradierwerk und Ärztehaus, aber gegen Fachmärkte am Antwerpener Platz ist. Also in aktuellen Fragen ganz weit entfernt von den Grünen.

Ihren Kandidaten Dominik Pichler will die SPD in der kommenden Woche auch offiziell in Stellung bringen. Die Mitgliederversammlung mit der Aufstellung des Bürgermeisterkandidaten findet am Mittwoch, 22. April, um 19 Uhr in der Gaststätte Gelder Dyck statt. Dominik Pichler wird sich an dem Abend den Mitgliedern vorstellen, anschließend steht die Wahl an. Nach der Aufstellungsversammlung folgt noch die Jahreshauptversammlung des Ortsvereins. Dort wird sich der SPD-Landratskandidat Jürgen Franken präsentieren.

(nik / zel)
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