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Kevelaer
Kevelaers Pilgerportal wird mit drei Hammerschlägen geöffnet

Kevelaer. Drei symbolische Hammerschläge und die in Deutsch, Lateinisch und Niederländisch gesprochenen Worte "Öffnet die Tore eures Herzens Christus, dem Erlöser" - das sind die traditionellen Bestandteile bei der Öffnung des Pilgerportals am 1. Mai an der Kevelaerer Basilika. Die Zeremonie nimmt diesmal der Erzbischof von Niamey/Niger, Msgr. Laurent Lompo vor, unmittelbar vor dem um 10 Uhr beginnenden Pontifikalamt.

Er eröffnet damit symbolisch die Wallfahrtszeit in der Marienstadt, die in diesem Jahr unter dem Leitgedanken "Habt Vertrauen, fürchtet euch nicht" steht. Nach der Öffnung des Pilgerportals wird in der großen Wallfahrtskirche das festliche Pontifikalamt gefeiert. Projektchor und Orchester der Marienbasilika gestalten die Eucharistiefeier unter der Leitung von Chordirektor Romano Giefer mit Christopher Tamblings "Messe in G" musikalisch.

Erzbischof Lompo, geboren am Neujahrstag 1967, ist aufgewachsen in einer ländlichen Region im Nordwesten des Niger. Er stammt aus einer muslimischen Familie und wurde erst als Jugendlicher gemeinsam mit seiner Mutter getauft. Nach seinen Theologie- und Philosophie-Studien im Niger, in Burkina Faso und in Frankreich wurde er am 21. September 1997 zum Priester geweiht. Im Oktober 2014 wurde er von Papst Franziskus zum ersten nigrischen Erzbischof ernannt.

Seit genau zehn Jahren sind die Kirchengemeinde St. Marien und die Wallfahrt in Kevelaer mit dem Niger in besonderer Weise verbunden. Inzwischen wurden mit Hilfe einiger niederrheinischer Kooperationspartner und der Kevelaerer Hilfsorganisation Aktion pro Humanität 22 Brunnen in der ländlichen Region Makalondi fertiggestellt. Diese ermöglichen inzwischen mehr als einer halben Million Menschen den Zugang zu sauberem Wasser. Die Kindersterblichkeit sinkt, das Wasser verbindet Männer und Frauen, Ethnien und Religionen. So dienen diese Projekte auch dem Frieden.

Besonders willkommen sind wieder die Mitglieder der Kolpingfamilien aus dem ganzen Bundesgebiet mit ihren Fahnenabordnungen. Daher wird im Rahmen eines Wortgottesdienstes, der unmittelbar nach dem Festhochamt im Forum Pax Christi beginnt, der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, Msgr. Ottmar Dillenburg, die Predigt zur Wallfahrtseröffnung halten. Dillenburg ist der zehnte Generalpräses und damit der neunte Nachfolger des Verbandsgründers Adolph Kolping in der 160-jährigen Geschichte des Verbandes. Seit 2008 ist er Nationalpräses des Kolpingwerkes in Deutschland, mit rund 260 000 Mitgliedern der größte Nationalverband. Im Oktober 2011 wurde er bei der Tagung des Generalrates in Rom von 46 Delegierten aus 32 Ländern zum Generalpräses gewählt. Der Generalpräses ist oberster Repräsentant des Internationalen Kolpingwerkes mit rund 450 000 Mitgliedern weltweit.

Quelle: RP
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