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Kevelaer
Kindersingspiel zum Wallfahrtsjubiläum

Kevelaer: Kindersingspiel zum Wallfahrtsjubiläum
Zusammen mit Sebastian Piel (links) üben die Kevelaerer Grundschüler für den Auftritt Anfang Juni im Forum Pax Christi. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Intensive Proben an der St.-Hubertus-Schule in Kevelaer. Alle Schüler machen mit. Leiter des Projekts ist Sebastian Piel. Von Nele Assmann und Dana Fiedler

Gesänge nach dem vierten Buch Mose schallen aus dem Klassenzimmer, wenn Basilikakantor Sebastian Piel mit seinen jungen Gesangskünstlern für den großen Auftritt probt. Das Kindermusical "Die Geschichte von Bileam und seiner gottesfürchtigen Eselin" von Gerd-Peter Münden vereint, so Piel, Religiösität und die aktuelle Flüchtlingsfrage. Das Stück sei daher besonders gut für die Aufführung im Rahmen des Wallfahrtsjubiläums geeignet. Zur Aufführung kommt das Singspiel am Freitag, 9. Juni, um 17 Uhr im Forum Pax Christi. Bis zu 1000 Zuschauer können sich das Meisterstück kostenlos ansehen.

Seit Februar koordiniert Piel das anspruchsvolle Projekt an der St.-Hubertus-Grundschule. Jede Woche kommen so 14 Stunden zusammen. "Wichtig ist es, die Kinder schon in jungen Jahren zu animieren, da Teenager schwieriger für solche Projekte zu begeistern sind", sagt Piel. Außerdem suche er weitere Stimmen im Alter von sechs bis zwölf Jahren für den 2015 neu gegründeten Knabenchor an St. Marien. Dort gibt es auch seit längerem schon eine Gesangsgruppe, die aus Mädchen besteht.

An der Kevelaerer Grundschule beteiligen sich alle Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse an dem 45-minütigen Stück, sogar in einigen Solistenrollen. Auf die teils anspruchsvollen Texte und Lieder werden die jungen Talente mit der "Ward Solmisation" vorbereitet. Diese Methode erleichtert das Erlernen von Tönen und hilft auf spielerische Weise, die Gesangstechniken zu verbessern. Die Kinder singen zu Beginn jeder Stunde eine Tonleiter und zeigen die Tonhöhe mit den Händen an. Zudem kennt Piel zahlreiche pädagogische Möglichkeiten, musikalische Grundkenntnisse wie das Erlernen der Notenwerte spannend und kindgerecht zu vermitteln.

Mit jedem neuen Stück vervollständigt sich die biblische Geschichte wie ein Puzzle. Akribisch lehrt er die Sänger, Pausen und Betonungen zu beachten, denn nicht nur sie, sondern auch die Zuhörer sollen Text und Thematik verstehen. Vorgesehen ist, dass sich Piel mit den Proben befasst, während die Lehrer im Unterricht über das Musikalische hinaus den Bogen zur Flüchtlingspolitik schlagen. Denn die Geschichte des Propheten Bileam und seiner Eselin spielt nach der Flucht des Volkes Israel aus Ägypten auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Piels Konzept ist erfolgreich. Die Kinder arbeiten engagiert mit und haben Spaß an der Sache. Außerdem bieten sich erstklassige technische Möglichkeiten. Es stehen bei den Proben ein Smartboard sowie Solisten-, Chor- und Instrumentalmikros zur Verfügung, Sebastian Piel begleitet die Lieder am Klavier.

Während der Aufführung im Forum Pax Christi wird dies Romano Giefer, Chordirektor der Basilikamusik Kevelaer, übernehmen, da Piel als Dirigent benötigt wird. Basilikaorganist Lehnen wird als Sprecher durch das Stück führen. Außerdem wird die Musik durch Klarinetten und Flöten unterstützt. Mittels modernster Technik wird die Aufführung aufgenommen.

Quelle: RP
 
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