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Kevelaer
Kneipptag zeigt, was auf der Hüls möglich ist

Kevelaer. Der Kneippverein Gelderland ist als Partner des Sole- und Pilgerparks im Gespräch. Einige Mitglieder zeigten jetzt, wie es aussehen könnte, wenn auf dem Gelände am Gradierwerk ein Kneippgarten entsteht. Von Christoph Kellerbach

Es könnte etwas wärmer sein, aber das macht weder den Mitgliedern des Kneippvereins Gelderland, noch gut gelaunten Gästen etwas aus, die es sich am Samstag auf der "Hüls"-Wiese haben gut gehen lassen. Als Teil der erstmalig abgehaltenen "Atempause im August" zeigten nämlich Mitglieder des Vereinsvorstandes den Neugierigen, wie man ein Tret- und Armbecken richtig auf sich wirken lässt.

Udo Spelleken, der Vorsitzende des Kneippvereins Gelderland, verriet: "Das Angebot heute hier ist ein Muster dessen, was schließlich in der Nähe des Gradierwerkes installiert werden soll. Ein stationärer Barfußpfad mit größeren Elemente und mehr Modulen ist genauso angedacht, wie ein Tretbecken, ein kleines Armbecken, als auch eine Wildblumenwiese, ein Kräutergarten und eine Fläche zum Entspannen, wo dann Yoga und Pilates gemacht werden kann. Das bietet sich schließlich bei der Fläche hier einfach an." Der Verein stelle sein Know How zur Verfügung, um die Stadt bei der Planung und der Ausführung einer entsprechenden Anlage zu unterstützen. Im Gespräch ist, in den Sole- und Pilgerpark mit Gradierwerk einen Kneippgarten zu integrieren. Das passe auch gut zum Ansatz "Gesund an Leib und Seele", haben die Verantwortlichen der Stadtverwaltung immer betont. Wie berichtet, soll im kommenden Jahr auf der Hüls ein Zentrum mit Gradierwerk, Ärztehaus und weiteren Angeboten entstehen. Für das 2,2- Millionen-Euro-Projekt sollen 1,8 Millionen Euro als Förderung fließen.

Insgesamt waren am Samstag gut 60 Leute bei der Vorstellung der verschiedenen Kneipp-Elemente vor Ort, um schon einmal einen Blick auf die in Zukunft wohl bald festen Attraktionen an der Hüls-Wiese zu werfen. Besonders bei Familien mit Kindern ging das Konzept der Kneipp-Mitglieder auf.

"Also man soll hier so mit großen Schritten durchlaufen", wusste Besucher Stephan Krüger, der mit seiner Familie vor Ort war, nach seiner Einführung. Seine Frau Vera fand: "Erst ist das Wasser richtig kalt, aber wenn man ebenso herumläuft, dann wird es nach einer Zeit richtig angenehm warm. Kalt wird es dann wieder, wenn man herauskommt und dann die Beine trocknen lässt, weil das so dazu gehört, zum Aktivieren des Körpers."

Gemeinsam mit ihren beiden Kindern erlebten sie auch den vielseitigen "Barfuß-Pfad" erlebt. Der bot an acht verschiedenen größeren Stationen unterschiedliche Befüllungen, die sinnlich mit den Füßen erkundet werden sollte. Nachher konnte man einen Zettel ausfüllen, bei dem man angeben musste, welches Material bei welcher Station vorzufinden war und wo eben nun der Rindenmulch, das Lava-Gestein, Stroh, die Maiskörner oder auch der Sand waren. Durch die Karte nahm man auch an einem Gewinnspiel teil, bei dem man einen Gesundheitskurs gewinnen konnte. "Das mit dem Pfad war echt gut", fand Leonard Krüger (8). "Das hat sich an den Füßen so gut angefühlt." Aber hätten er und seine Familie auch generell Lust auf solch ein Erlebnis? Schließlich sind an der Hüls-Wiese für die nahe Zukunft ein Gesundheitszentrum mit Gradierwerk sowie ein Kneipp-Park geplant. "Ja, da würde ich hingehen", meinte Leonard und seine Mutter Vera mochte die Idee ebenfalls: "Das wäre durchaus etwas, was man dann mal öfters machen kann. Es ist gesund und macht Spaß!"

Eine Wiederholung des Kevelaerer Kneipptages im nächsten Jahr ist bereits angedacht. Der optimistische Spelleken gab aber zu bedenken: "Die Resonanz der Stadt auf die 'Atempause im August' ist bislang gut. Aber wenn wir das Ganze wiederholen sollten, dann auf dem Gelände gegenüber des Klostergartens, oder anderswo, weil wir dann hoffentlich auf der Hüls bereits eine Baustelle für den Kneipppark haben."

Quelle: RP
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