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Kevelaer
Kölsche Hits und Achterhoeker Mundart

Kevelaer: Kölsche Hits und Achterhoeker Mundart
Dass kölsche Lieder auch am Niederrhein für Stimmung sorgen, zeigten die "Räuber" vor rund 900 Besuchern im Festzelt in Achterhoek. FOTO: Seybert
Kevelaer. Das Golddorf in Kevelaer zeigte am Wochenende mit zwei großen Shows wieder einmal sein Vereins-Engagement. Ein Kölscher Abend mit Starbesetzung und ein großer Mundart-Nachmittag lockten viele Besucher. Von Christoph Kellerbach

Das Wochenende hatte wieder einen vollen Terminplan für die engagierten Bürger vor Ort. Nicht nur ein groß angelegter Kölscher Abend, sondern auch ein liebevoll zusammengestellter Mundartnachmittag sorgten für gute Laune in der Bauernschaft, bei der alle mit anpacken, damit solche Großereignisse gelingen.

Am Samstagabend begann die von der Achterhoeker Karnevalsgesellschaft organisierte Mega-Party im Festzelt mit einem Auftritt der "VFR Showgirls". Danach folgte der finale Auftritt der "Sisters", die nun seit neun Jahren den örtlichen Karneval begleitet hatten. Der Abschied von der geliebten Artistiktruppe war emotional. Kein Wunder bei all den gemeinsamen Erinnerungen.

Die Feier-Stimmung loderte im Anschluss richtig auf, als die "Kleefse Tön" und der "Vrouwenpoort Tanzcorps" auf der Bühne erschienen. Die etwa 900 Besucher lobten vielfach die locker-gemütliche Atmosphäre jener Veranstaltung, die mit ihren spaßigen Tönen für zünftige Jecken-Stimmung im April sorgte.

Richtig angeheizt wurde die Laune schließlich durch die "Domstadtbande", welche einen perfekten Einstieg lieferte, für die gegen 23.30 Uhr auftretende Top-Formation des Abends: Die Räuber! Die sechsköpfige Band hatte natürlich ihre "Nationalhymne des Kölner Karnevals", den Song "Denn wenn et Trömmelche jeit..." natürlich mit im Gepäck.

"Der Auftritt der 'Räuber' war fantastisch und hat absolut unsere Erwartungen erfüllt", lobte Johannes Otten, Vorsitzende der Achterhoeker Karnevalsgesellschaft, die sich mit dieser Veranstaltung einmal mehr in die Herzen der närrischen Feierfans gerockt hat.

"Für all jene, denen der Abend dann vielleicht zu lang oder zu laut war, für die war dann der Mundartnachmittag am Sonntag die Alternative", erklärte Willi Gietmann, der Präsident der Sankt Maria Bruderschaft. Diese veranstaltete zusammen mit dem Förderkreis für Geschichte und Mundart im Kreis Kleve den Nachmittag "Platt satt im Achterhoek".

Nach verschiedenen Grußworten, von unter anderem der Landtagsabgeordneten Margret Voßeler, Kevelaers Bürgermeister Dr. Dominik Pichler und Ortsvorsteher Hans-Gerd Kronenberg, begann die Veranstaltung.

Ob jetzt Pastor Manfred Babel eine "Preeg ob Platt" hielt, Karl-Hein Baaken "vant Höckske op et Stöckske" kam, oder auch Hans Tervooren von einer "Rifs noar Berlin" und Theo Gesthuysen über "Trichine Kieker"redeten: Die allesamt für die Veranstaltung neuen Redner in der ersten Hälfte, sorgten beim Publikum für viel Spaß und angenehme Nostalgie. Für die Musik an dem Tag waren die "Swingenden Doppelzentner" zuständig.

In der zweiten Hälfte nahm Franz Dahmen als "den Buur üt Kapelle" das Mikrofon in die Hand und mit Bernd Verhülsdonk war auch ein Veteran der letztjährigen Vorstellung wieder mit auf der Bühne.

Bei Kaffee und Kuchen ging der Nachmittag schließlich gegen 17 Uhr seinem Ende entgegen. Johannes Baaken, der den Tag nicht nur organisiert, sondern auch noch moderierte, sprach die Schlussworte. Und natürlich kann es nicht "Platt satt im Achterhoek" geben, ohne dass als Finale von allen Besuchern gemeinsam das traditionelle Heimatlied "Wo hör ek t'hüß" angestimmt wurde.

Quelle: RP
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