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Kevelaer
Konzert zum Gedenken an den Mauerfall

Kevelaer: Konzert zum Gedenken an den Mauerfall
Präsentiert wurden die Stücke von Flötistin Adrienne Kelly-Jackson, Cellist Mark Mefsut, Sopranistin Richetta Manager und Organist Oliver Imig. FOTO: Thomas Binn
Kevelaer. Mindestens zwei Ereignisse verbinden die Deutschen mit dem 9. November: die Reichspogromnacht und den Fall der Mauer. In Kevelaer erinnerte ein Benefizkonzert der Rotarier an beide Daten. Von Annika Duda

Unter dem Motto "Vom Gestern ins Morgen" stand am Samstag das Benefizkonzert in der Marienbasilika in Kevelaer. Mit dem Konzert sollte an die Reichspogromnacht im Jahre 1938 und an den 25. Jahrestag des Mauerfalls erinnert werden. Letzteres Ereignis ist allen Deutschen, die damals kein kleines Kind mehr waren, nur allzu gut im Gedächtnis. Die Schande der Pogromnacht hingegen würden viele wahrscheinlich nur allzu gerne vergessen. Veranstaltet wurde das Konzert vom Rotary Club Kevelaer zusammen mit dem Rotary E-Club Münster.

"Der Erlös der heutigen Veranstaltung geht zu einem Teil an das Kinder- und Jugendförderungsprojekt in Peru", erzählte Harald Schoelen, Präsident des Rotary Clubs Kevelaer. "Der andere Teil soll für den Aufbau des Online-Spendenportals ,spend4projects' verwendet werden". Die beteiligten Künstler verzichteten nach seinem Bericht diesmal zugunsten des Erlöses auf ihre Gage.

Präsentiert wurden die Musikstücke von Flötistin Adrienne Kelly-Jackson, Cellist Mark Mefsut, Sopranistin Richetta Manager und dem Organisten und Leiter des Konzertes, Oliver Imig. "Zu Beginn erschien es etwas schwierig, diese beiden geschichtlichen Ereignisse miteinander zu vereinen", erzählte Volker Hasse, Präsident des Rotary E-Clubs Münster. "Am Ende ist es uns aber gelungen, einen roten Faden zu finden und das Konzert dementsprechend zu gestalten."

Das Programm bestand aus zwei Teilen. Der erste Teil des Konzertes sollte an die Reichspogromnacht im Jahre 1938 erinnern. "In diesem Teil des Konzertes stehen dem Thema angemessen hauptsächlich die stilleren Klänge im Vordergrund", so Schoelen. Den Auftakt des Konzertes machte ein Orgelsolo, gefolgt vom "Tanz der seligen Geister" von Christoph Willibald Gluck. Ein weiteres Stück des ersten Programmteils war das Lied "Nigra sum" von Pablo Casals sowie das Stück "Pie Jesu" von Gabriel Fauré.

Der zweite Teil des Programms war dem 25. Jahrestag des Mauerfalls gewidmet. "Die Lieder spiegeln vor allem eine festliche und ausgelassene Stimmung wider", kündigte Harald Schoelen diesen Abschnitt an. Gespielt wurden die Orgelstücke "Jesus bleibt meine Freude" von Johann Sebastian Bach und "Lever du jour" von Maurice Ravel. Ebenfalls präsentiert wurde das Lied "Come Sunday" von Duke Ellington sowie ein Medley aus "Swing Low Sweet Chariot" und "When the Saints go Marching in", gesungen von Sopranistin Richetta Manager.

Am Ende des Konzertes wurde von den Zuhörern noch einmal des Jahrestags des Mauerfalls gedacht; alle sangen gemeinsam die Nationalhymne.

Quelle: RP
 
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